Sou Muellerin de Pähl. Sou Qyper desde 28-03-2008
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K.L.U.G. - Pähl
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12-06-2009
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Flugplatz Jesenwang G.m.b.H. - Jesenwang
Jesenwang
24-04-2008
Fliegen – einmal ganz anders!
Beim letzten CT lernten A. und ich den Isarmann kennen, einen sehr netten Menschen, der mit A. eine Leidenschaft teilt: Das Fliegen. Anmerkung: Wenn zwei Flieger unter sich sind, kann die Leidensfähigkeit einer Frau dramatisch auf die Probe gestellt werden… zwink
Es dauerte nicht lange, und wir planten einen gemeinsamen Aus’flug’ mit Isarmanns Ryan Naviation A. Aus der Menage à trois wurde leider zunächst nichts, weil einmal der Termin wegen schlechten Wetters nicht klappte, und A. beim zweiten Termin im wohlverdienten Urlaub war, und in meinem Geschäft natürlich zeitgleich – Murphys Law – das totale Chaos ausgebrochen war und ich dann natürlich selber auch nicht weg konnte.
Aber dann: Ostersonntagabend treffe ich den Isarmann im Chat, er fragt die ‚Gepäckraum-Subbie’ (so nennt er mich), ob ich Ostermontag Zeit hätte, und ich hatte. Am Montag noch mal kurz telefoniert, Treffpunkt 12 Uhr am Flugplatz Jesenwang. Die Sonne lacht, alles ist schön.
Bis ich vor die Haustür trete. Dort schlägt mir ein heftiges Lüftchen entgegen. Windstärke 5-6 – mit einem Airbus kein Problem, aber mit einer Propeller-Maschine? So als Newbie? schluck Na egal, jetzt kneifen giltet nicht! Also auf nach Jesenwang!
Auf dem Flugplatz sehe ich sie dann: Silbern in der Sonne glitzernd, steht sie da, die alte Dame. 57 Jahre hat sie schon auf den Tragflächen und ist trotzdem um einiges hübscher als die anderen, die da herumstehen. Ehemals ein Trainingsflugzeug der US Navy, gilt sie heute als eines von nur zwei Exemplaren in Europa als rarer Oldtimer, für die auf einigen Flughäfen noch nicht mal Landegebühr verlangt wird, weil sie überall ein gern gesehener Gast ist.
Als erstes bewundere ich Isarmanns Bondagekünste beim Entfesseln der alten Lady. Die muss man nämlich festbinden, sonst macht sie sich bei starkem Wind selbständig, und das wäre nicht ssc! Ich steige in ein winziges Cockpit, das Platz für 3 ½ Personen bietet, und finde mich vor einer Instrumententafel wieder, wo mir einiges vom Autofahren her bekannt vorkommt, anderes jedoch wieder überhaupt nicht. Handy darf an bleiben, geraucht werden auch – könnte mir gefallen!
Dann geht’s auf die – wirklich nicht sehr lange – Start- und Landebahn. Hastdunichtgesehen sind wir in der Luft und steigen langsam, aber stetig nach oben. Ich höre irgendetwas von kalten und warmen Luftschichten, die schuld daran sind, dass ich versuche, meinen Restkörper in räumlicher Relation zu meinem Magen zu halten. Lustig hopsen wir durch die Lüfte, mal hier ein eleganter Bocksprung nach oben-vorne, mal da ein Hüpfer in eine virtuelle Halfpipe vorwärt-abwärts – hach! Und das Ding hat nirgendwo etwas zum festhalten. Ich fühle mich wie ein Wattebäuschchen über einem Fön.
Langsam wird es ruhiger. Ich beginne die Aussicht zu genießen. Ammersee, Starnberger See, Glitzern… wunderschön, das mal von oben zu sehen. Anders als auf den Linienflügen, kann man hier deutlich einzelne Häuser ausmachen und erkennt auch verschiedene Dörfer wieder. Ein tolles Panorama über meine bayerische Heimat!
Isarmann schlägt vor, dass wir uns meinen Wohnort mal von der Luft aus ansehen. Kurze Peilung, dann haben wir ihn gefunden. Ich erkenne mein Haus und auch mein Lokal – schööön! Damit ich richtig was davon habe und das alles auch noch von der anderen Seite her sehen kann, dreht Isarmann in einer haarsträubenden Kurve ab – jetzt fühle ich mich wie eine Flüssigkeit in einem Joghurtbecher, der zentrifugiert wird. Tausche Horizontale gegen Vertikale. Danke. Wenn die da unten wüssten, wer ihnen da grad mit Motorengedröhne auf die Nerven geht…
Dann gehen wir Wolken jagen. Das geht so: Isarmann sucht sich eine hübsche runde Wolke aus und fliegt dann einmal um sie herum. Ich: wieder Joghurtbecher. Langsam gewöhne ich mich dran.
Ich bekomme eine Geradeausflug-Pause. Es hat minus 11 Grad Außentemperatur, mir ist kalt. Gerade will ich mich auf meine frostigen Hände setzen, da sagt er: Jetzt Du. Ich??? Ja, Du.
Nix ist mit Hände wärmen. Ich fasse das Steuer an, ziehe ein bisschen nach hier, ein bisschen nach da. Wir scheinen nicht abzustürzen. Ich konzentriere mich darauf, dass mein Zungenspitzerl im Mund bleibt, und kann keine nennenswerte Veränderung unseres Kurses feststellen. Uff! Bis Isarmann mich auf den Höhenmesser aufmerksam macht, der anzeigt, dass wir uns langsam aber sicher dem Mutterboden nähern. Äh… Mist! Die Fixierung der Wolke vor uns scheint also nicht auszureichen, jetzt behalt ich also auch den Höhenmesser im Auge. Zungenspitzerl bleibt eingefahren.
Ich bekomme die Aufgabe, zwischen zwei vor uns liegenden Wolkentürmchen durchzufliegen. Ich versuche mein Bestes, Türmchen im Auge, Höhenmesser, künstlicher Horizont… nur ca. 10 Meter liegen am Ende zwischen den Türmchen und dem Bauch der alten Lady. Das ist verbesserungsfähig, aber ich wollte die Türmchen ja auch nicht kaputt machen…
Es geht zurück Richtung Flugplatz. Ich werde gewarnt, dass man die Landung bei so kleinen Maschinen etwas anders miterlebt als im Passagierflugzeug – das hatte ich mir aber schon denken können. Etwas ruckelig der Landeanflug über einen Wald – ich bin mittlerweile komplett entspannt und genieße das Gehüpfe sogar. Sanft und sicher setzen wir wieder auf. Warum eigentlich jetzt schon? Fing doch gerade erst an…?
Vielen Dank, Isarmann, dass ich mit Dir fliegen durfte – und wenn Du mal wieder eine Gepäckraum-Subbie brauchst – jederzeit immer gerne!
ottogang Das muss ja ein tolles Erlebnis gewesen sein. Bei Deiner Erzählung bin ich gleich mitgeflogen und fast wäre der Joghurtbecher ins schleudern gekommen. Toll geschrieben. Doppelte Punktzahl. Jesenwang war auch mein Start- und Landeplatz für einen einstündigen Hubschrauberrundflug. Das war auch eine riesige Sache.
24 Abr 2008
Schuhe - Altstadt
München
24-04-2008
Eine Geschichte von seinerzeit..
Schuhe - Lebenshilfe
Hier möchte ich einmal ein wahrscheinlich weltweit verbreitetes Phänomen ansprechen und im Anschluss den Damen und insbesondere den gequälten Herren der Schöpfung eine Idee vorstellen, mit denen diese Herren die Dame ihres Herzens vielleicht überraschen und so richtig Punkte machen können.
Es geht um Schuhe.
Beziehungsweise den Drang, möglichst viele Schuhe in allen Spektralfarben, Formen und Ausführungen zu besitzen, dieser Drang, der der holden Weiblichkeit von der Schöpfung vermutlich bereits bei ihrer Zeugung auf das x-Chromosom draufgepflanzt wurde. Meine Herren, wir können nichts dafür. Es ist einfach so. Der liebe Gott hat das so gewollt.
Auch ich muss mich zu dieser ausgeprägten, unsinnigen, unpraktischen, weil leider teuren Leidenschaft bekennen. So richtig raus kam sie bei mir in meiner ersten Ehe. Denn es gibt definitiv nur einen Menschen auf dieser Welt, der noch heftiger von diesem Virus befallen ist als ich, und war/das ist mein Ex-Mann. Wenn ich schlimm war, dann war er richtig schlimm, wenn es um dieses Thema ging.
Aber lest selbst…
Wir waren zusammen in Paris, Mailand, Florenz, New York, Boston, Las Vegas, San Francisco, Los Angeles, Hawaii… und überall haben wir eine praktische, weil zusammenfaltbare Tasche dabei gehabt, in der Hoffnung, sie könne die neu erworbenen Schätze von Prada, Gucci,Jimmy Choo, und wie sie alle heißen, aufnehmen. Jedes Mal haben wir uns getäuscht. Und eine weitere Tasche vor Ort erstanden. Was dazu führte, dass ich nicht nur viele Schuhe, sondern auch eine stattliche Anzahl an Taschen mein eigen nenne. Aber das ist ein anderes Thema.
Das unsinnigste und teuerste Paar Schuhe, das ich besitze, sind knallpinkfarbene (ich hasse pink!) Straußenlederschlappen von Tod’s, die sage und schreibe (damals) 1.500 Mark gekostet haben (ich muss bescheuert sein). Bisher dreimal getragen.
Aber ich besitze auch ein Paar entzückender Mules mit 10-cm-Bleistiftabsatz und Nerzkrägelchen. Die Dinger stehen nicht mal von alleine, so dünn ist der Absatz. Ich kann damit sehr gut liegen.
Oder Sportschuhe. Zwei Paar in weiß, drei Paar in Schwarz. Ich treibe keinen Sport.
Und natürlich meine Lacklederstiefel mit 14 cm Absatz. In den Dingern kann ich Salsa tanzen.
Große Mengen an Schuhen stellen die Dame von Welt irgendwann vor das Problem: Wie lagern? Die handelsüblichen Schuhschränke sind ein Witz. Da bekomm ich nicht mal einen Bruchteil meiner Sommerkollektion hinein.
Kurz nachgedacht – hach, das ist die Lösung! Man lasse sich beim Schuhkauf von der freundlichen Verkäuferin den Karton, den man üblicherweise im Geschäft lässt, mitgeben.
Zuhause nehme man eine Kamera, stelle die Schuhe vor einen neutralen Hintergrund, und fotografiere sie aus ca. 40 cm Entfernung. (Ich richte die Schuhe für das Foto immer von links nach rechts aus, aber das ist mein persönlicher Spleen). Das Foto klebe man dann auf die Schuhschachtel-Front, kaufe oder baue sich ein beliebig variierbares Regal mit 40 cm Tiefe und schlichte die Kartons fein säuberlich hinein.
Man glaubt gar nicht, wie das das Lebensgefühl verbessert. Erstens hat man Ordnung, zweitens ist das richtige Paar mit einem Griff zur Hand und drittens ist es ein saugutes Gefühl, sich die ganzen bunten Bilder anzusehen.
Hatte ich erwähnt, dass wir in zwei Wochen umziehen müssen? Mein Regal ist voll…
Muellerin emilily, Recht hast Du! War schon schpät…
Manfred: Weil er mich an meine Grenzen brachte - in Rom schrie ich ihn an: Es ist genug”! Ich MÖCHTE keine Schuhe mehr!
24 Abr 2008
Breitler Einfach großartig geschrieben. Sagt einer, der ebenfalls passiv (d.h. ich liebe es, mit Frauen schöne Schuhe zu kaufen und diese dann “tragen zu lassen”) von diesem Virus befallen ist. Es kann ja nur ein Virus sein, weil mein Y-Chromosom diesbezüglich laut der Autorin ja keine ererbten Schäden meiner Vorfahren erlitten haben kann.
Natürlich ist es unfair, zu erwarten, daß die solchermaßen mit den Fußkunstwerken beglückten Begleiterinnen welche sich meist durch Absätze auszeichnenden Geräte, für die man fallweise einen Waffenschein vorschreiben sollte, auch ständig tragen sollten. Zumal man ja nicht selbst in dieser unbequemen Lage “steht”.
Aber es nützt nichts - der wahre Verehrer des weiblichen Schuhs wird der solcherart gequälten Lebensabschnittspartnerin stets auf die Finger klopfen, wenn diese eine Schuhvariante haptisch begutachtet, die man selbst höchstens zum Erschlagen von lästigem Fluggetier verwenden würde.
Letztlich ist es aber die alte Story: Frauen suchen immer die ultimativen Schuhe für eine Nacht und den Mann für’s Leben. Bei Männern ist es genau umgekehrt…
10 Jun 2009
Le Jules Verne - Tour Eiffel
Tour Eiffel, 75007 Paris
31-03-2008
(atualizado em 20-04-2008)
Wenn man in Paris etwas wirklich außergewöhnliches erleben will, sollte man (rechtzeitig - ist bis zu 3 Monate vorher ausgebucht!) im Jules Verne im Eiffelturm eine Tisch reservieren.
Nicht nur die Aussicht ist einzigartig (auch und besonders bei Nacht) - das Essen ist seinen (sicherlich hohen) Preis absolut wert. Schmankerl für Raucher: An der Bar darf die Zigarette danach genossen werden.
The Venetian - Las Vegas
3355 Las Vegas Blvd 3355, Las Vegas, NV 89109, United States, NV 89109 Las Vegas
19-04-2008
Las Vegas an sich ist ja schon reisenswert. Das Venetian ist aber m.E. der richtige Ort, um das Casino-Feeling so richtig zu genießen. Und sich drüber zu wundern, was die Amis unter Venedig verstehen. Die Hotelzimmer sind groß - man wirbt mit 47 m² für das kleinste Zimmer…
Die - in Vegas obligatorische, an jedes Hotel angeschlossene - Shopping Mall haut den gemeinen Mitteleuropäer echt vom Sockel. Auf künstlichen Kanälen fahren Gondeln herum, und die Beleuchtung ist dem jeweils tageszeitlichem Licht nachempfunden. Schräg.
Mein persönliches Highlight: Ich hab dort meine Brautschuhe bei Jimmy Choo gekauft. (Hab ich heute noch… - den Mann dazu allerdings nicht mehr).
Ho Chi Minh-Mausoleum - Ha Noi
Ha Noi
18-04-2008
Ankunft in Hanoi…
Nach 11 Stunden Flug in einer Boeing der Vietnam Airlines, deren Sitzabstände für die eigenen Landsleute konzipiert sind, ist man nicht unbedingt gierig darauf, sofort mit dem Sightseeing in einer 3-Millionen-Stadt voller Mopeds zu beginnen.
Wenn man allerdings um 6.30 Uhr morgens ankommt, sind logischerweise die Hotelzimmer noch nicht bezugsfertig, und so hat man kaum eine Alternative.
Unser Guide erwähnt am Flughafen irgendwas von ‘Stadtrundfahrt’, ‘Mausoleum’, ‘Ho Chi Minh’... der Rest geht im allgemeinen Geplapper unter.
Wir also rein in den Bus und ab in die Stadtmitte. Der Bus hält vor einer großen Parkanlage, um die und in der ungewöhnlich viele Menschen rumwuseln, vor allem jede Menge Schulklassen.
Noch einigermaßen frisch mischen wir uns unters Volk (ich bin zur Abwechslung mal nicht die Kleinste - HA!). Nach ca. 50 m ist’s auch schon vorbei mit dem Mischen, Uniformierte ordnen die Anstehenden in akkurate Zweierreihen.
Der Guide macht uns nervös, wir sollen alles, was aus Metall ist, bei ihm abgeben, keine Handtaschen mitnehmen, Foto ist auch verboten.
Nach weiteren 300 m in der Schlange, die bis dahin noch recht zügig schlängelt, geht es durch eine Metalldetektor-Schleuse. Zwar piepst es wie verrückt, als wir durchgehen (wir hatten unser Kleingeld in den Taschen übersehen), das interessiert aber offensichtlich niemanden.
Wieder draußen aus dem Kontrollhäuschen, sehen wir uns am Ende einer seeehr langen Menschenschlange. Lang bedeutet, sie windet sich, soweit das Auge reicht, mäanderartig über Straßen und Plätze. Interessanterweise wird das ganze komplett von einem Schlangen-Baldachin überdacht. Worüber wir froh waren, denn inzwischen hat es angefangen zu regnen.
Nach ungefähr 70 Minuten Stop-an-Go-Laufens sehen wir den Eingang zum Mausoleum von der Ferne. Dann plötzlich kein Go mehr, nur noch Stop.
Von rechts: Schulklassen mit kleinen Vietnamesen aller Altersgruppen, alle einheitlich schuluniformiert, auf der Überholspur. Eine, zwei drei… schon keimt die Hoffnung, dass wir danach auch wieder weiter dürfen… da! Eine Gruppe altehrwürdiger Asiaten - zwar individuell gekleidet, aber dafür alle mit dem gleichen karierten Regenschirm - setzt zum Vorbeimarsch an. Was soll denn das nun wieder? Es folgen keine Antworten, dafür aber weitere Schulklassen.
Vorne am Mausoleumseingang wiederholt sich derweil ein immer gleicher Ritus. Uniformträger bringen im militärischen Stechschritt etwas herbei, was im weitesten Sinn an unsere Kränze erinnert. Links und rechts sind bereits jeweils 6 solcher Gebilde aufgebaut, und es folgen weitere. Das Blöde daran: Während dieser Zeremonie darf niemand in das Mausoleum hinein. Steht der gerade gebrachte Kranz an seinem Platz, darf die nächste Gruppe (natürlich die von der Überholspur) das Mausoleum betreten. Wir befinden uns derweil immer noch auf unserem Platz von vorhin.
Ich denke inzwischen, ich bin in einem schlechten Film. Uniformen, Zweierreihen, Einheitskaroschirme… mir wird himmelangst, als mir plötzlich einfällt, daß ich mich in einer sozialistischen Republik befinde. Na servus. Wenn das in der ganzen nächsten Zeit unserer Reise so weitergeht, war’s das mit Vietnam für mich.
Endlich sind scheinbar alle Kränze niedergelegt und dem ‘Onkel Ho’ genug Ehre erwiesen - wir dürfen weiterschlängeln.
Gleich ist es soweit, wir stehen unmittelbar vor dem Eingang zum Allerheiligsten.. sind aber offensichtlich noch nicht würdig, denn eine der Uniformen hält uns an, die Arme nicht auf dem Rücken zu verschränken, oder gar die Hände in die Hosentasche zu stecken. Hände also an die Hosennaht. Weitergehen.
Ich flüstere meinem Besten etwas zu, schon hebt die nächste Uniform mahnend die Hand. Sprechen also auch verboten.
Wir defilieren nach drinnen, nach oben, und dann schließlich an einem gläsernen Sarkophag vorbei (Uniform: Nicht stehen bleiben!), in dem der Onkel liegt und aussieht, als ob er schläft. Schade, dass ich nicht reden darf, ich würde doch zu gerne wissen, ob das eine Wachsfigur ist, weil er gar so lebensnah und gar nicht so wirkt, als ob er schon seit 1969 tot ist.
Endlich sind wir draußen aus dem sozialistischen Gemäuer und ich trau mich wieder atmen (ich war mir nicht sicher, ob das drinnen erlaubt war, und habe es daher gelassen). Stolz darauf, dass wir es geschafft haben, und allmählich wieder zu einer normalen Gesichtsfarbe zurückkehrend, blicke ich triumphierend in Richtung der Schlange, die dieses einmalige Erlebnis noch vor sich hat, und siehe da: Keine Schlange mehr. Nichts. Nicht mal ein Schlänglein. Zutiefst verstört zünde ich mir eine Zigarette an und hadere mit meinem Schicksal.
_______
Erklärung: Scheinbar hatten wir für unseren Besuch einen Feiertag erwischt, an dem besagte Schulklassen und die Gruppe älterer Vietnamesen, nämlich Kriegsveteranen, einen Kranz stiften und daher natürlich den Vortritt haben. Und dass dann keine Schlange mehr da war, liegt daran, dass das Mausoleum nur bis 11 Uhr vormittags geöffnet hat…
Tourist Echt super, ich seh mir ja auch immer gern Friedhöfe und alte Leichen an, aber das ist mir eine Warnung.
19 Abr 2008
Porsche Leipzig GmbH - Lützschena-Stahmeln
Porschestr., 04159 Leipzig
17-04-2008
Ein Erlebnisbericht.
Mein Bester hatte sich einen Cayenne bestellt und wir wollten uns die Werksabholung nicht nehmen lassen, also auf nach Leipzig.
Werksabholung war für mich bisher immer: Anfahrt - Mittagessen - Einweisung - Abfahrt. Bisher.
Hier mußte/durfte ich lernen, in anderen Dimensionen zu denken.
Anfahrt war schon einen Tag vorher (mit organisiertem Hotel), damit man am Stichtag pünktlich um 9 Uhr auf dem Werksgelände antreten konnte.
Erster Eindruck: Es standen mindestens 30 Cayennes ‘einfach so’ herum.
Begrüßung mit dem an anderer Stelle schon erwähnten köstlichen Porsche-Espresso und Zuweisung des persönlichen Betreuers. Das eigene Auto war trotz Hals-lang-machen noch nirgends zu sehen, dafür Vorstellung des ‘Übungsgeräts’ - interessant: Jeder Kunde bekommt für das Testfahren genau das Modell, das er auch bestellt hat, also nicht nur ‘Cayenne’, sondern ggfs. Cayenne Turbo.
Dann gings ab ins Übungsgelände, ein altes Panzer-Übungsgelände aus DDR-Zeiten (wo Porsche übrigens auch Auerochsen und Schafe züchtet!!!) , ideal, um so ein Auto mal so richtig auszutesten. Der Betreuer erklärte uns alle wichtigen Funktionen (und das ist bei diesem Fahrzeug wirklich notwendig - da steckt die Technik eines Flugzeugs drin), dann durften wir abwechselnd selber fahren. Bei 45 Grad Neigungswinkel des Geländes wird man definitiv nervös, das Auto bleibt allerdings ruhig in der Spur. Ein Erlebnis!!!
Danach ab ins Casino zum Mittagessen, welches wirklich ganz exzellent war (aber das hatten wir schon gar nicht mehr anders erwartet).
Dann die Führung durch die Montagehallen. Leider durfte man dort nicht fotografieren, denn dort werden nicht nur die Cayennes zusammengebaut, sondern auch jede Menge GTs für Saudiarabien, und einer davon (in Perlmutt-Weiß! Ieeek!!!) war auf 4 schwindligen kleinen Holzblöcken aufgebockt, weil noch ohne Reifen - das wäre mal ein Bild für Götter gewesen.
Interessant auch das ‘Hochlager’: Man stelle sich ein Lagerhallen-Hochregal der etwas überdimensionierten Art vor, auf dem sich ca. 50 Cayenne-Karosserien in allen möglichen Farben befinden - wie in der Metro, nur irgendwie hübscher!
Nächster Programmpunkt: Rennstrecken-Übung. Porsche hat auf dem Gelände einen Kurs bauen lassen, auf dem die interessantesten Kurven/Schikanen der WM-Strecken dieser Erde nachgebaut sind. Und dieser Kurs gehörte jetzt uns! (Naja, und noch ein paar anderen…)
Es war der helle Wahnsinn! Auf Anweisung mit Vollgas in eine 180 Grad-Kurve zu fahren und mitten in dieser Kurve eine Vollbremsung zu machen - das muss man erst mal hinkriegen! Man muss genau das tun, von dem einem jahrelang eingetrichtert wurde, dass man es man niemals tun darf. Definitiv schwierig, den Befehl vom Hirn ins Bremsbein zu bringen. Und: Das Auto bleibt tatsächlich einfach stehen. Ohne auszubrechen, zu schleudern oder sonstige Sperenzchen. Echt klasse!
Auf die Frage, wie lange denn ein Satz Reifen bei diesen Übungsautos im Durchschnitt hält, kam die Antwort: maximal 5.000 km. Wundert mich kein bißchen…
So, und am Nachmittag war es dann endlich soweit: Wir durften zu ‘unserem’ Wagen. Jeder Neuwagen steht in einer eigenen Übergabe-Garage, in der der nette Betreuer einem die ganzen Feinheiten erklärt, von denen man bisher noch nichts mitbekommen hatte (und das sind dann doch noch so einige, wie z.B. das sprachgesteuerte Navi oder zwei Kompressoren an Bord, von denen einer u.a. zum Schlauchboot-aufpumpen dienen kann… - wir haben gar kein Schlauchboot!) Merken kann man sich das alles eh nicht.
Und dann, nach einem langen Tag voller neuer Eindrücke dann die Abfahrt Richtung Heimat. Ich sach noch: ‘Paß auf, im Osten wird reichlich geblitzt…’ Kurz hinter Leipzig hat’s uns dann erwischt. Schön hintereinander, wie im Gänsemarsch. Naja, an dem Tag war uns das irgendwie auch egal…
FrauMüller achduliebesbißchen…..wie kommst Du nur auf so´ne Idee ???
Aber Du hast Recht-
sie fahren zwar (fast) alle auf 4 Rädern, tanken alle so ziemlich das Gleiche und werden (zumeist) alle mit Wasser gewaschen, aber es gibt schon Unterschiede die Spaß machen !!!
Nun- Porsche und bald auch WOLF ade, mein kleiner Peugeot ist ok und für mich beim Thema Auto mit das Wichtigste :
1. beweglich sein,
2. beweglich sein,
3. beweglich sein,
4. beweglich sein….....
und wann sinken die SpritPreise ???
20 Abr 2008
Schloßhotel Mönchstein - Salzburg
Mönchsbergpark 26, http://www.monchstein.at/index.htm, 5020 Salzburg
17-04-2008
Das bezauberndste Stadthotel der Welt. Damit wirbt das Mönchstein schon seit einigen Jahren.
Ist es aber auch - very much indeed.
Zwar hauptsächlich bevölkert von Japanern und Amerikanern, ist dieses Haus nichtsdestotrotz ein Kleinod der sprichwörtlichen österreichischen Gastfreundschaft. Besonders erwähnenswert sind die Zimmer (die im alten Teil, die neuen sind zwar auch schön, aber eher unspektakulär) - alle sehr individuell eingerichtet, und eines hat sogar seinen eigenen Aufzug (noch so einen alten mit viel Messing und der Geschwindigkeit einer Raupe). Einen guten Eindruck über die Zimmer gewinnt man auf der Homepage.
Das Essen war bei unseren Besuchen immer vorzüglich, nur der Weinkeller ist wohl nicht für Vieltrinker konzipiert (zugegeben, es war das letzte Mal dort auch ein ‘rauschiges’ Wochenende…) - da heißts flexibel sein.
Die hauseigene Kapelle ist sehr beliebt für Hochzeiten - hier wiederum hauptsächlich Japaner, alle Getrauten haben hier ihre eigene Gedenktafel. Die Aussicht über die Stadt ist außerdem traumhaft.
Zur Festspiel-Saison dürfte es allerdings unmöglich sein, ein Zimmer zu bekommen (die Preise sind es dann ebenfalls…)
Muellerin Richtig! Den wunderschönen Park außenrum hab ich ganz vergessen zu erwähnen… (mit der Amor-Statue, an der wir als Fast-noch-Teenies endlos rumgeblödelt haben…)
18 Abr 2008
ottogang Das ist auch ein richtig schönes Stadthotel
dort haben wir unsere Silberne gefeiert.
18 Abr 2008
Mekong Delta - Ho Chi Minh City
Ho Chi Minh City
18-04-2008
Von Ho Chi Minh City aus fahren wir in ca. 2 Stunden nach My Tho, der Hauptstadt der Provinz Tien Gang. Dort besteigen wir ein an sich schon abenteuerliches Dieselmotorboot und machen uns auf in Richtung Mangroven.
Die vier vorgelagerten Inseln tragen die Namen der heiligsten Wesen des Buddhismus: Einhorn, Schildkröte, Drache und Phönix.
Beim ersten Stopp gelangen wir nach einer kurzen Wanderung durch die Natur zu einer Art Picknickplatz, wo es den obligatorischen grünen Tee und frische Früchte gibt. Dort bekommen wir auch eine kleine Darbietung vietnamesischer Volksmusik (?), die sich für europäische Ohren aber sehr gewöhnungsbedürftig anhört (erinnert ein bißchen an junge Katzen).
Weiter geht’s zu Fuß zu einem der zahlreichen Kanäle. Dort besteigen wir kleine Ruderboote (noch abenteuerlicher), mit denen wir eine beschauliche Fahrt durch die Kanäle machen - sehr schöne Umgebung mit Wasserpalmen, wunderbare Fotomotive.
Dann geht es zurück auf das Motorboot, das uns zu einer anderen Insel bringt. Dort warten wiederum kleinere Motorboote auf uns (das Umsteigen ist nicht ganz ungefährlich), mit denen wir weitere Kanäle entdecken. Zwischen den Palmen sind immer wieder kleine, offene Bungalows zu sehen, in denen alles mögliche Eß- und Trinkbare angeboten wird. Urlaubsfeeling auf vietnamesisch.
Bei einem dieser Pavillons heißt es aussteigen - man führt uns zur örtlichen ‘Bonbon’-Produktion. Aus Kokosfleisch, Zuckerrohr und weiteren, mir nicht bekannten Ingredienzien werden Kaubonbons mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen hergestellt, die von der Konsistenz unseren ‘Maoam’ sehr ähnlich sind und auch genauso in den Zähnen kleben, allerdings wesentlich schmackhafter sind. Macht süchtig, das Zeug!
Für die Mutigen gibt es hier ein Gläschen Reisschnaps, und natürlich wieder grünen Tee für alle.
Die kleinen Motorboote bringen uns zurück zum großen Motorboot - bei einer weiteren Runde durch das offene Delta bekommt jeder eine Kokosnuss, um den erfrischenden Saft zu schlürfen (ist leider nicht so meins…). Nach ca. 3 Stunden stehen wir wieder sicher auf dem Festland, immer noch das Vibrieren des antiquarischen Dieselmotors in den Knien…
Ha Long Bucht - Ha Noi
31/4 Dang Van Ngu, Ha Noi
17-04-2008
Mit dem Auto erreicht man die Ha Long-Bucht von Hanoi aus in ca. 2 Stunden.
[(Wikipedia): Die Halong-Bucht ist ein rund 1.500 km² großes Gebiet im Golf von Tonkin, im Norden Vietnams. Nach offiziellen Angaben ragen 1.969 Kalkfelsen, zumeist unbewohnte Inseln und Felsen, zum Teil mehrere hundert Meter hoch, aus dem Wasser. Das Kalksteinplateau, auf dem die Bucht beheimatet ist, versinkt. 1994 erklärte die UNESCO die Bucht zum Weltnaturerbe.
Der Name Vinh Ha Long bedeutet: „Bucht des untertauchenden Drachen“. Der Legende nach entstand die Bucht durch einen Drachen, der in den Bergen nahe am Meer lebte. Als er zur Küste lief, zog er mit seinem Schwanz tiefe Furchen in das Land, welches vom Meer überflutet wurde, nachdem der Drache ins Wasser tauchte.
Durch die Gezeiten und das Wetter haben Wind und Wasser Grotten und Höhlen in den Stein gebildet, die teilweise, wie einige Strände auch, nur bei Ebbe betreten werden können. Viele von ihnen sind grün, also über und über mit Pflanzen bewachsen, auf den Größeren existieren teilweise dichte Dschungel. In den Grotten und Höhlen gibt es bizarr anmutende Stalaktiten und Stalagmiten. Teilweise haben die Naturkräfte regelrechte Durchgänge durch den Fels gebildet.]
Von der großen Pier aus startet man mit einer Holzdschunke in Richtung der Insel Cát Bà, welche man nach ca. 30 Minuten erreicht. Dort steigt man über endlos viele Treppen (Achtung: Festes Schuhwerk!) zu einer Höhle mit beeindruckenden Stalaktiten und Stalagmiten. Nach dem Rundgang geht es wieder endlos viele Stufen abwärts, zurück zum Schiff.
Es folgt eine Rundfahrt duch das Inselgewirr, vorbei an den ‘Boat People’, die hier überall verstreut auf ihren Booten leben. Das Mittagessen an Bord ist touristisch-einfallslos, was aber die eindrucksvolle Landschaft wieder wettmacht. Dauer des Ausflugs: ca. 4 Stunden, wobei nach meinem Dafürhalten 2,5 - 3 Stunden völlig ausreichend wären.
- Mitte, Berlim 3 resenhas
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