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Manitou - Sachsenhausen
Seehofstr. 6, 60594 Frankfurt am Main
25-02-2010
ich habe den Fehler gemacht vorher nicht hier zu nachzulesen.
Ich bin durch einen Tipp einer Freundin darauf aufmerksam geworden u. fand die Idee sehr originell. Das Restaurant hat nicht nur auf dem Schild Manitou stehen, sondern wirkt wie ein kleines indianisches Tonhäuschen auch im inneren. Ich hatte reserviert und bin zur Theke, wo eine Hilfskraft Gläser putze mich bemerkte, aber nicht mit mir sprechen wollte (oder durfte?). Die Kellnerin führte uns dann zu den Plätzen u. ließ uns dort erstmal eine halbe Stunde ohne Menükarte (!) sitzen. Okay, ich würde sagen, dass ich eigentlich ein geduldiger Mensch bin. Aber danach ging es in einem ebensolchen Tempo weiter. Wir bestellten Getränke, Vorspeise u. Hauptgerichte. Marajucaschorle war sehr spritzig, nicht zu süß, genau mein Geschmack. Die Getränke kamen auch relativ flott. Meine Partnerin u. ich hatten dann die Kartoffelkugeln u. das Kaktusblatt mit Tomatenstückchen. Gut geschmeckt, aber für 3 kleine Kartoffelkugeln u. einem etwa 4-5 cm langes und dünnes Katktusblättchen haben wir 10 EUR bezahlt. Eindeutig zuviel, trotzdem gut geschmeckt.
Danach hatte es dicke über einer Stunde gedauert bis der Hauptgang (Lammtomahawk 18 EUR u. Fasanbrust 19 EUR, alles in einer flachen Schale mit Reis, Tomatenstücken/Soße und Salat) kam. Die Kellernin freundlich aber dem Gast gegenüber unaufmerksam, sagte uns dass jetzt erstmal eine Gruppe von 8 Personen (die aber erst eine halbe Stunde nach unserer Abgabe der Bestellung vollständig da waren) ihre Vorspeise bekommt und danach fängt der Koch mit unserem Hauptgericht an. Hatte ich richtig gehört? Er fängt erst danach an richtig zu kochen? Ja, ich hatte wohl richtig gehört...
Das Essen schmeckte uns wirklich gut, aber beide Gerichte waren unserer Meinung nach eigentlich schnell zu kochen gewesen. Das sind alles wirklich keine Gerichte, die besonders fein oder sehr schwierig & langwierig zuzubereiten sind!! Ist das die Attitüde eines Restaurants, das etwas Besonderes sein will? Warten als Zeichen von Künstlertum? Die Fasanbrust bestand auch nur aus circa 8 kleinen gegrillten Stückchen. Insgesamt war ich satt, aber wenn man wirklich Hunger hat, wird man die Schale mitessen wollen.
Kann also insgesamt die negativen Bewertungen hier voll unterstützen.
In Kurzfassung: Das Essen schmeckt gut, ist viel zu teuer, alles dauert auch für geduldige Naturen viel zu lange. Aber: wenn man unbedingt etwas Exotisches essen will (Insekten, Alligator, Schlange, Bisson, etc.) u. all die Nachteile eingehen will, dann ist man hier richtig. Ich u. meine Parternin sind es nicht und werden bestimmt nicht wiederkommen.
Trinkgeld gabs natürlich nicht.
- Sachsenhausen, Frankfurt am Main 1 resenha
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