Pfalzburger Str. 11, 10719 Berlin
karstenprachold
escrito em 14-05-2008:
eine wand. immer wieder, eh und jeh.
der ludwigkirchplatz ist ohnehin eine wunderbare sache. bäume, kirche, spielplatz, vorzügliche gastronomie, kudamm, olivaer platz und die pariser straße um die ecke -- ein guter ausgangspunkt für einen langen abend ist da die enoteca folgore.
die bisher zirka zehn besuche haben mich nie enttäuscht, im gegenteil. man sitzt gut und gemütlich, genießt vorzüglichen service (insbesondere durch einen älteren herrn [den besitzer?], andere kellner kommen mitunter etwas überambitioniert im kundenkontakt und zum teil auch grobschlächtig daher) und hat alle klassiker italienischer küche auf der karte. ambitioniertes, aber nicht avantgardistisches interieur mit subtilem kitsch-einschlag, eine mehr als passable wein-auswahl und ein fantastischer grappa machen einen erneuten besuch unverzichtbar.
vor allem erfreulich, da nicht häufig anzutreffen bei einem italiener der gehobenen standardklasse: überschaubare bis kurze wartezeiten, je nach andrang. aber immer empfehlenswert.
ganz ehrlich und in echt!
Sorauer Str. 31, 10997 Berlin
karstenprachold
escrito em 14-05-2008:
ich finde “chez gino” schwierig. es ist eine urige ecke, gewiss. ich saß hier im mai draußen, erfreute mich der alten fassaden ringsum, erwärmte mich an der milden luft, erwehrte mich zahlreicher motz- und straßenfeger-verkäufer.
vor allem aber, und hier kommt das “leider ” ins spiel - habe ich gewartet, und das nicht zu knapp. das süffige, wie seit ehedem leckere kronenbourg kam flott, die bestellung wurde auch rasch aufgenommen, doch dann nahm die wartezeit ihren gang.
vier gerichte, davon zwei von der tageskarte, einen standard (flammkuchen) und simple spätzle dürfen nicht 90 minuten dauern. das meine ich ganz im ernst. und wenn ich nach 60 minuten nach ein wenig brot zur überbrückung der wartezeit explizit fragen muss, vom barkeeper im inneren mit den worten “da kann ich nicht helfen, da musst du eins von den mädels fragen” wieder hinausgeschickt werde, dann werde ich wütend.
dass die gerichte von der tageskarten (spargel mit lokalem schweinefilet) grandios und reichhaltig waren; die spätzle rund und käsig, wie sie sich gehören, und der flammkuchen mindestens passabel, fällt da kaum noch ins gewicht. ich ging mit einem schlechten gefühl.
dass auch für die rechnung nochmal 30 minuten wartezeit anfielen, hätte eigentlich nur zu einem entschluss führen dürfen:
früher zu gehen.
ohne zu zahlen.
trotz toller speisen.
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