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Sou margie de Basiléia. Sou Qyper desde 03-12-2007

"Wo Schatten ist, ist das Licht um die Ecke"

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O perfil de margie

Euro 08 - Basiléia

4001 Basel

07-06-2008

Nun geht sie also los, die Euro 08.

Lange dauerten die Vorbereitungen, Charmkurse für Gastgeber, Notfallkurse für Sanitäter, Polizei und Securitas und die Einstimmung von uns Bewohnern einer Euroaustragungsstadt durch die Medien

Für mich wurde die Euro in der Stadt erst in den letzten Tagen spürbar, Buden am Rheinufer, Aufbau der Grossleinwände auf der Mittleren Brücke, dem Marktplatz und dem Münsterplatz und heute dann endlich die Fans.

Zuerst einzelne Tschechengrüppchen, dann Massen von Schweizer Fans, die in rot weiss, immer mit Bierbüchse in der Hand, singend durch die Innerstadt zogen.

Die Strassen voll, die Geschäfte leer. Die Händler klagen. Heute sind die üblichen Samstagseinkäufer ausgeblieben. Selbst in unserem COOP an der Peripherie der Stadt traf ich um 14.30 eine nie gesehen Leere an und es war nur eine Kasse offen. Fast schon gespenstisch.

Mein Vorteil, ich habe in kurzer Zeit all meine Samstagseinkäufe (xocolatl, Sportgeschaft, Wochenendeinkauf und t-shirts) erledigen können.

margie Wir sind ja Kummer gewohnt, aber so ein Pech aber auch. Ausgerechnet Alex Frei muss sich verletzen.

Sus Frust. Hier in Schweden auf dem Boot haben wir verzweifelt versucht, unsere Antenne für Eye-TV in den Mast zu ziehen, um digitales Fernsehen zu empfangen. Umsonst. Schon wieder nichts und Public Viewing scheint hier in den Häfen ein Fremdwort zu sein.

Euromin Mineralienbörse - Lörrach

Am Haagensteg 5, Messegelände im Grütt, 79539 Lörrach

12-04-2008

Mineralienbörse

Den Menschen ziehts zum Stein und wie. Die Euromin in Lörrach Brombach öffnet um elf Uhr, schon jetzt schieben sich Autokolonnen auf den Parkplatz, der in einer Stunde an seine Kapazitätsgrenzen stossen wird.
Vor den Kassen Menschenschlangen, die sich erfreulich schnell Vorwärtsbewegen. Dann hinein ins Getümmel.
Eine schmucklose Ausstellungshalle voller Stände. Händler der unterschiedlichsten Nationalitäten, Europa bis Asien, alles ist vertreten. Genauso vielfältig ist das Angebot.
Strahler, die ihre Selbstgesuchten Mineralien von Fundstellen im Schwarzwald oder den Alpen anbieten, genauso wie Mineralienhändler, die ihre Schätze aus aller Welt ausstellen. An einem Stand kann man sich sogar eine ungeöffnete Achatmandel aussuchen, die dann mit viel Lärm vor den Augen der staunenden Zuschauer aufgeschnitten wird.
Kleine und grössere Stände mit bearbeiten Steinen, geschliffen, facettiert, als Cabochon oder Trommelstein, glatt, kostbar oder erschwinglich, gebohrt und zu Strängen aufgezogen, einzeln oder in Zehner- bis Hunderterbündeln.

Und Perlen. In China werden nicht nur Kleider und Schuhe in Massen produziert, sondern auch Perlen. Süsswasserperlen, echte Perlen, von weiss über alle Rosaschattierungen bis violett, jede einzelne in einer Muschel gewachsen, rausgefischt, sortiert, gebohrt und aufgefädelt. Dann kommen sie meist über Zwischenhändler z.B. auf die Mineralienbörse in Lörrach und werden dort je nach Qualität und Grösse pro Strang für fünf bis 90 Euro verkauft. Lang, lang (1912) ist es her, dass Frauen für ein einziges Perlenkollier Haus und Hof verkauften.

Wer aus all diesen Herrlichkeiten selber etwas basteln möchte, findet hier auch Faden, Draht, Schliessen, Zwischenteile, indische Silberperlen und vieles mehr.

Seit ich das erste Mal an einer Mineralienbörse war, wundere ich mich über das Publikum. Einfache Familien auf Sonntagsausflug, begeisterte Kinder, die ihrer Sammlung immer noch einen Stein hinzufügen wollen, Freundinnen im besten Alter, die sich für Schmuck begeistern, Bastler, Mineralienfreaks, die aussehen, als seien sie eben von ihrem letzten Strahlergang aus dem Schwarzwald heimgekommen. Dazwischen einzelne Händler und Goldschmiede, die hier auf ein Schnäppchen für ihren Laden hoffen.
Für mich sind die Besucher und Händler mindestens so spannend wie das Angebot. Mit nachhause nehmen tue ich dann aber doch lieber die Perlen und Steine.

margie @sus: Neukauf zweite und vierte Kette von oben, der Rest aus dem Fundus.
Oh je Verschluss kaputt, was tun?

meme Bei den Bildern kann ich gut verstehen, dass Du es vorzogst, Perlen und Steine mit nach Hause zu nehmen - und nicht die anderen Objekte Deines Interesses ;-))
Aber ehrlich - für solch eine Ausstellung würde ich mich auch in noch so große Autokolonnen einreihen. Welche Frau kann schon an Steinen und Perlen vorbeigehen, ohne im Kopf gleich passende Kreationen zu entwerfen. Ich habe mir gerade einige Schmuck-Bücher für die Zeit nach Qype gekauft.

Buchantiquriat Libelle mit H&B - Basiléia

Schnabelgasse 6, 4051 Basel

06-04-2008

Ich bekenne, ich lese, ich lese viel, phasenweise sogar sehr viel, schon immer.
Unweigerlich sammeln sich immer reichlich Bücher in meinem Haushalt an und irgendwann sind es dann zu viele. Wegschmeissen kommt für mich überhaupt nicht in Frage und Bücher aussetzen habe ich noch nie ausprobiert, also was dann?
Erste Möglichkeit: die Bücher an andere Leseratten weitergeben.
Zweite Möglichkeit: Bücherbrocky
Dritte Möglichkeit: Antiquariat
Das Antiquariat Libelle mit H&B liegt so schön am Weg. So versuche ich dort die schöneren Bücher an die Frau zu bringen. Da ich meine Bücher nicht nach bibliophilen Kriterien kaufe, halten allerdings nur ca. 10 % der kritischen Begutachtung durch die Ladenbesitzerin stand. Zudem birgt der Besuch in diesem Laden immer auch die Gefahr, mehr Geld für neue Bücher auszugeben als ich beim Verkauf der alten bekommen habe. Aber was solls? Ich weiss, sie sind gut platziert, die restlichen fahr ich zum Bücherbrocki und zu Hause habe ich Platz für neue.
Der aktuelle Anlass für den Beitrag ist nicht meine alljährlich wiederkehrende Entrümpelungsphase, sondern die sehr spezielle Schaufensterdekoration, die mir heute beim Stadtspaziergang ins Auge stach.
Bücher nach Farben sortiert, auch mal was neues. Schön.

Lenz Aber hallo, sus, nicht dass du die Bedeutung der Ständerlampe mit der EM in Verbindung bringst. Deutschland wird EM-Sieger und die Schweiz unglücklicher Zweiter. Sofern es die Regeln zulassen. Ein “Zeltli” ist ein Bonbon, eine “Harasse” eine Kiste für schöne naturbelassene Äpfel und eine “Mulde” ein Container. Und das Brockenhaus ist in der Schweiz eine unverzichtbare Einrichtung.

Freundschaftliche Grüße :))

FrauMüller hallo margie, meine Freundin verkauft Bücher oft bei amazon… und da habe ich auch schon gebraucht wie neu gekauft und kann nur empfehlen…
Und wenn Du ein Buch “wie neu” verkaufen willst, dann lies es rückwärts :
blättere nach dem fertig lesen von hinten nach vorne, wie eben sonst beim lesen von vorne nach hinten und dann liegen die Seiten des Buches wie neu
Herzliche Grüße aus dem WildenSüden

Estonia Gedenkstätte - Estocolmo

Stockholm

29-03-2008

Estoniaminnesvården Estonia-Gedenkstätte

In den Grünanlagen rund um das Vasamuseum sehe ich einen Wegweiser Estoniaminnesvården.

Estonia

Erinnert Ihr Euch an die Estonia? Ihr erinnert Euch sicher an die Estonia. Die grösste Schiffahrtskatastrophe in Europa nach dem zweiten Weltkrieg. Menschliches Versagen? Über 900 Tote?

Gespannt, wie hier in Schweden dieses Unglücks gedacht wird, folge ich dem Zeichen und gelange an das am Rand der Wiese in den Bäumen eher versteckt gelegene Mahnmal. Drei hohe Granitmauern, im Dreieck zueinander aufgestellt, zwei Winkel offen, die eine Ecke geschlossen, in der Mitte ein Baum, eine Ulme.

Ich trete hinein, ich trete ein in diesen kappellenartig anmutenden Raum.
Ich stehe vor den steinernen Mauern und entziffere den kurzen schwedischen Text an der Granitwand:

Ich wende den Blick nach links. Dort stehen an den Steinwänden alphabetisch aufgereiht, die Namen fast aller bekannten Opfer des Estoniaunglücks. Dem Meer zugewandt, beginnt die Aufzählung bei A, läuft über die ganze Mauer hinunter -C…F-, geht auf der nächsten, rechtsgelegenen Mauer weiter –L..M..P- und weiter im spitzen Winkel nach rechts –S…W- und endet auf der dritten Steinmauer rechts unten bei Z.
Namen, schwedische Namen, lettische Namen, estnische Namen, russische deutsche englische französische Namen. Ein Name fällt mir auf, er kommt dreimal vor, einmal mit einem weiblichem und dann mit zwei männlichen Vornamen: eine Familie? Eine Mutter mit zwei Söhnen? Mann, Frau und Sohn? ein Vater mit Tochter und Sohn? Wer war das, welche Geschichten verbergen sich hinter diesen Namen, wie viel Leid, wie viel Trauer? Wer war zu Hause in der Unglücksnacht, wie war es, als die Nachricht kam?

Ich stehe in dem Dreieck, eine eigene Welt, das Licht ist durch den Schatten der Bäume gedämpft, ich fühle mich vom Sommertag abgeschnitten und tauche ein in das Gefühl von damals, frischgebackene Mutter, empfänglich für das Unglück anderer, die Vorstellung, Mütter mit Kindern weit unten im Schiffsbauch, sie kommen nicht mehr nach oben, der Vater hat vielleicht noch ein Bier an der Bar getrunken, oder beide Eltern sind oben, das Unglück passiert, sie kommen nicht mehr zu den Kindern in den Kabinen. Schrecklich. Ein Alptraum.

Ich stehe in dem steinernen Dreieck, lese die Namen und mir wird allmählich kalt. Kalt wie die Ostsee in jener Nacht. Wie viele haben es an Deck geschafft und sind nachher im 13 Grad kalten Wasser erfroren, bevor Rettung kam? Von den 1049 bekannten Passagieren und Besatzungsmitgliedern haben nur 137 überlebt.

Das Gefühl von damals, wie nah der Tod dem Leben ist. Aber ist es nicht immer so? Memento mori.

vitamine Liebe Margie, danke für den Text. Für mich auch eine Antwort auf die teils unsäglichen Denkmaldebatten der letzten Jahre im Stile von “braucht der Mensch wirklich Gedenkorte um sich
zu erinnern?”. Ein klares Ja.

margie Zuerst Euch allen einen Dank für die einfühlsamen Kommentare zu diesem eher schwierigen Thema.
@johanni, wie schon gesagt leben
@lakritze und vitamine, ja ich bin auch der Meinung, es braucht Grabsteine, Orte der Erinnerung, Gedenkstätten für die Toten, aber vor allem für die Lebenden.
@Kixka, ich bin berührt von deiner Liste, was für eine Entdeckung, jetzt werde ich mir die anderen auch mal anschauen.

Trausners Genuss Werkstatt - Mauterndorf

84, 5570 Mauterndorf

23-03-2008 (atualizado em 29-03-2008)

Mein liebstes Obst für Marmelade ist die Aprikose. Meine liebste Aprikosenmarmelade ist die von Trausners Genuss Werkstatt. Leider liegt die so weit weg. In Mauterndorf, im Lungau, in Österreich.
Nun habe ich aber Nachschub bekommen: Marille klassisch, Marille mit Vanille, Preiselbeere pikant, Vogelbeere, Weichsel mit Schoko und Heidelbeere. Rechtzeitig zum Osterfrühstück.

Vor Jahren haben wir Trausners Genuss Werkstatt bei einem Skiurlaub entdeckt. Nicht ganz zufällig, liegt sie doch genau neben dem besten Restaurant der ganzen Gegend, dem mesnerhaus
Die verführerischsten Marmeladen, Dessertzusätze wie Birnenkompott mit Schokolade und dergleichen mehr.

In den letzten Jahren alles vermehrt in Bioqualität und wers probieren möchte, kann jetzt das ganze Sortiment übers Internet bestellen.

Guten Appetit


Marille bereits halb aufgegessen

FrauMüller oh ohhh…..- ich arbeite dran….... ;-))

meme Tolles Angebot - faszinierend “Send me Roses”. Ansonsten koch ich auch schon mal selber, aber nur, wenn´s Obst geschenkt wird und ansonsten verdirbt.

Xocolatl - Basiléia

Blumengasse 3, 4051 Basel Basel

03-12-2007 (atualizado em 22-03-2008)

An trüben Tagen gibt es nichts Besseres als sich in Maren Gnädingers Laden “Xocolatl” in der Nähe der Basler Schifflände nieder zulassen und eine heisse Schokolade zu trinken. Meine Laune, egal wie schlecht sie vorher gewesen sein mag, hellt sich sofort auf. Dazu ein paar freundliche Worte von Frau Gnädinger und ich fühle mich fast wie im Film “Chocolat”.
Für Ortsfremde ist es eine kleine Herausforderung, den Laden im Durchgang zwischen Cafe Bachmann und dem Spiegelhof zu finden, aber wenn man einmal dort ist, betritt man ein Schokoladenparadies. Das immer wieder zur Jahreszeit passend dekorierte Schaufenster lockt einen ins Innere.
Drinnen fühlt man sich in eine Chocolaterie des vorletzten Jahrhunderts versetzt: Steinboden, ein Oberlicht aus altem Glas, die Ladeneinrichtung in weiss und hellblau gehalten, die den Eindruck unterstreicht. Schokoladentafeln der feinsten Sorten aus aller Herren Ländern, dazu die sehr zu empfehlenden Produkte der Hausmarke “Xocolatl”.
Meine Lieblingssorte sind der dunkle Kakao von Valrhona, die Hausmarke mit Grapefruitgeschmack und zum Trinken die dunkle Hausmischung. Aber jede probiere selber, bis sie ihr Glück im Schokoladenhimmel gefunden hat
Glückselig nach dem Genuss meiner heissen Schokolade und gut versorgt mit ein paar Tafeln meiner Lieblingsschokoladen verlasse ich getröstet den Laden und freue mich schon auf den nächsten Anlass, mich bei Maren Gnädinger niederlassen zu können.

margie Und so sieht es Ostern bei Maren Gnädinger im Laden aus

FrauMüller ... und nachdem ich nun endlich mal “life” im Xocolatl war und nicht nur via Qype, da komme ich gar nicht mehr vom PC-
muß immer wieder die herrlichen Fotos von margie gucken und dabei steigt mir der verführerische Schoko-Duft in die Nase…

Hermann Hesse in Basel - Basiléia

Mostackerstrasse 12, 4051 Basel

20-03-2008

Hermann Hesse in Basel

Oft komme ich an diesem Haus vorbei und dann denke ich daran, wie berührt ich war, als ich Hesses Erinnerungen gelesen habe. Er beschreibt darin wie sie als Kinder von der Basler Mission aus, für die sein Vater arbeitete (1881-1886), vor die Stadt gingen, am Schützenhaus vorbei, um auf der Schützenmatte zu spielen.
Auf den gleichen Wegen, die ich fast täglich gehe.
Nach seiner Buchändlerlehre wollte er unbedingt wieder nach Basel kommen und hat hier von 1899 bis 1904 gelebt, unter anderem im Haus Mostackerstrasse 12, hat in dieser Zeit auch seine erste Frau Maria Bernoulli kennen gelernt und Unterm Rad geschrieben. Dieses Buch liest mein älterer Sohn, der gerade im richtigen Hessealter ist, zur Zeit in der Schule.
Hesse auf Schritt und Tritt. Vielleicht ist es Zeit, mal wieder ein Buch von ihm in die Hand zu nehmen.

margie Oh, bemerkt man das VORHER, wenn die eigene Erleuchtung bevorsteht? Und NACHHER??

lokalreporter klar! es überkommt einen ja nicht aus heitrem himmel! und NACHHER weiß mans, obwohl es genau genommen kein nachher mehr gibt, es ist nur noch ein JETZT - es ist anders als VORHER! :-)

bilder-sturm - Basiléia

Hegenheimerstrasse 195, 4055 Basel

19-01-2008 (atualizado em 20-03-2008)

bilder-sturm

Heute lernte ich in der Ausstellung comic-apocalypse unverhofft Saskia Parisi und ihr Label bilder-sturm kennen und war sofort fasziniert.
Sie fertigt aus alten Chromolithografien aus Büchern kleine Täschchen für die unterschiedlichsten Verwendungszwecke an, indem sie das Papier plastifiziert und mit farblich passendem Zick-Zackstick zusammennäht. Erinnerungen an den alten Brockhaus meines Vaters wurden wach, die wunderbare Aufregung, wenn wir Kinder eine jungfräuliche Bildseite entdeckten, die noch von ihrem durchsichtigen Pergamentpapier bedeckt war. Vorsichtig durften wir das Papier ablösen, um die darunter geheimnisvoll durchscheinenden Bilder erstmals ans Licht der Welt zu holen.
Ich habe dem Reiz der Bilder und der Erinnerung nachgegeben und Frau Parisi vier kleine Täschchen abgekauft.

Auf ihrer website findet man die Verkaufsstellen in Basel, Luzern, Zürich und Aarau, unter anderem Kunstmuseum Basel und Tinguelymuseum.

margie @sus es ist ja keine Stoff, sondern es sind Originalblätter aus alten und nicht ganz so alten Büchern. Wie die Technik der Plastifizierung funktioniert, weiss ich auch nicht. Der Effekt und das Ergebnis sind auf jeden Fall wunderbar.

FrauMüller gute Idee- da könnte frau doch lieblingsseiten, lieblingsbilder (kindergemälde) und all sowas in auftrag geben,,,,,- wo ist denn die markthalle ??

Chienbäse - Liestal

Rathausgasse, 4410 Liestal

01-03-2008 (atualizado em 20-03-2008)

Chienbäse

Immer am Sonntag vor der Basler Fasnacht, vier Tage nach Aschermittwoch spielt sich in der Rathausgasse von Liestal ein archaisch-feuriges Schauspiel ab. Winteraustreiben? Männerritual?
Männer und heutzutage auch einzelne Frauen jeglichen Alters in abenteuerlichen feuerabwehrenden Gewändern und Helmen auf dem Kopf tragen kunstvoll gebundene Riesenbesen aus Holzscheiten brennend durch die mit Zuschauern vollgepackte Gasse.

Alle paar Meter ein Feuerwehrmann mit Wasser, um eventuell in Brand geratenen Träger zu löschen, in der Nebengasse ist ein Feuerwehrauto postiert, die Schläuche unter Druck.

Gespannt warten alle in der engen Rathausgasse auf die Feuerwagen, geschmiedete Gitterwagen, hochbeladen mit lichterloh brennenden Holzscheiten, die Flammen bis an die Dachtraufen schlagend. Das Tor, durch das die Wagen kommen, ist allerdings nur gut vier Meter hoch. Die Erregung steigt, wann kommen sie, brennt es dieses Jahr? Ein Summen, die Stimmen heben sich, da rotes Licht im Stadttor, die Flammen müssen sich ducken und lecken befreit nach dem Tor zum Himmel hoch, die Männer rennen brüllend mit ihrem Wagen durch die Menge, die Menschen schreien und feuern die Läufer an, Wehe, wenn sie genau vor uns haltmachen, um sich auszuruhen, diese Hitze, schnell die Hände vors Gesicht und abgewandt. Zurückweichen ist unmöglich, zu dicht steht die Menge.

Die Funken der Brände steigen in den Nachthimmel, es riecht nach Feuer und Rauch, ein Glücksgefühl in der Menge, alle sind aufgeregt und begeistert.

Irgendwann ist dann aber doch der letzte Wagen, der letzte Feuerscheit an uns vorbeigezogen. Müde und zufrieden ziehen wir mit der Menge zum Bahnhof und fahren zurück nach Basel.

margie @lieber vilmos, sus ist sehr gut informiert. Es braucht harzreiches Holz, manchmal, mindestens früher, wurde noch ein bisschen Pech aufgetragen, brennt besser.
@lenz, den Eimmer Wasser hat doch der Feuerwehrmann, also in der Nähe eines Feuerwehrmannes aufstellen. Servela werden wir sicher nochmal in fröhlicher Qyperunde braten, du weisst ja, die berühmte benisssimo Frage: “des Schweizers liebstes Hobby?” Antwort: “Dusse bröötle”

vilmoskörte Der Unterschied zwischen Föhre und Kiefer ist eher ein landsmannschaftlicher. Frisches Holz riecht wirklich toll, nichts geht da olfaktorisch über einen Besuch im Sägewerk, wo die Hölzer für die Chienbäse aus dem Stamm geschnitten werden.

Hotel Castell - Zuoz

Via Castell, 7524 Zuoz

10-01-2008 (atualizado em 09-03-2008)

Hamam im Hotel Castell

Ein regnerischer Tag im Engadin, die Berge hat Petrus hinter Wolken versteckt, sodass uns sogar die Aussicht auf die Seele drückt.

Was tun?? spricht Aphrodite.
Ins Wasser, ins Warme, antwortet die kundige Freundin.

Und schon sind wir im Hamam. In die traditionellen rot-weiss karierten Tücher gewickelt, wandeln wir in dampfumwölkten Hallen, tauchen unsere Körper in farbiges Licht, baden in der Goldgrotte und verschlaufen uns in der Spirale, um uns gegenseitig wohltuend abzuseifen.
Hier geht es uns gut.
Und nachher ist sogar das Wetter besser.

Bilder, Infos, Preise etc. auf der website des Hotels.