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Sou plexx de Hamburgo. Sou Qyper desde 25-05-2007

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Wohnlager - Hamburgo

Papenreye 18, 22453 Hamburg

11-01-2012

Ein echter Geheimtipp!
Sehr entspanntes Einkaufsfeeling, total nettes serviceorientiertes Personal. So macht Einkaufen spass. Ach ja, viele top Angebote und erstaunlich günstige Preise!
Und bevor ihr euch jetzt auf die Socken macht und den Laden leerkauft, räume ich meine Wohnung jetzt um und schlage nochmal richtig zu :-)

Wohnlager :) Dabei helfen wir gern! Danke!!!!

lütt'n grill - Imbiss Delüx - Sternschanze

Max-Brauer-Allee 277, 22769 Hamburg

25-05-2007 (atualizado em 25-12-2011)

Als erstes fällt mir auf, dass es nicht nach altem Pommesfett riecht, sehr sauber der Laden und sehr freundliches Personal.
Geile Musik und unbedingt das “Glaubensbekenntnis” lesen!
Kleines Beispiel: Die Grillhähnchen werden 24 Stunden in 16 Kräutern und Gewürzen eingelegt. Die Hähnchen stammen aus Bodenhaltung und werden frisch – also nicht gefrohren – verarbeitet. Ein unglaublicher Genuss, dazu die perfekten Pommes und eine Premium Cola – lasst euch unbedingt die Geschichte dieser Cola erzählen, unglaublich – alles zusammen ein “Träumchen”. Nicht ganz günstig der Spass! Aber es lohnt sich. Bestnote! Nächstes Mal ist die Currywurst dran. Es gibt “drei” verschiedene, viel Arbeit für den Gaumen!!

le_gourmet denk an die deutschlandtour, da kannst du alle orte mitnehmen die gefragt sind,
und umziehen kannst du dich auch, ganz ohne um zu ziehen

sisterhh Na toll. Und nun sitz ich hier mit knurrendem Magen. Habe vorhin eine ganze Portion Giros dem Müllgott geschenkt.
Ich will ein KRÄUTERHÄHNCHN!!!jaul

Joe Eden - Kosmetik, Massage & Ayurveda - Altona

Eimsbütteler Str. 123, 22769 Hamburg

18-12-2007 (atualizado em 13-02-2009)

Wenn meine beiden Brüder und ich zusammen sitzen, und wir nicht über Politik, Essen, Fußball oder Musik reden, dann überlegen wir kurz … und reden über Frauen! Aber ich glaube, dass habe ich schon mal erwähnt :-)

Wir landen dann immer in den 70er Jahren. Zum Ende dieses Jahrzehnts hatten wir unsere Sturm- und Drangzeit… oder anders… unsere Pornozeit. Zu der Zeit hatten wir drei einen unheimlichen Verschleiß. Wir wohnten damals zusammen - alleine darüber würde es sich lohnen ein Buch zu schreiben. Selbstverständlich war es ein Tabu, über die jeweiligen anwesenden Frauen zu sprechen. Aber es gab geheime Zeichen. Rechte Augenbraue hochziehen bedeutete: “oje, Fehlgriff”...mit dem rechten Auge blinzeln “lecker…hat die eine Schwester?”.
Yepp, so waren wir…pfui…!!!...

Ich erinnere mich an einen Abend, an dem wir über Frauen sprachen, die unser Leben verändert haben. Als ich an der Reihe war, fiel mir spontan nur ein Name ein: Bärbel Schewe!
Ich war damals knapp 18 und Bärbel ein paar Jahre älter. Also fing ich an, zu erzählen:
Die ersten 14 Tage haben wir nur im Liegen verbracht und uns unterhalten. Damals war es noch üblich, sich ein bisschen kennenzulernen. Nach zwei Wochen fragte sie, ob sie mal “nachschauen” könnte, wie ich so lebe und öffnete in meinem Schlafzimmer meinen Kleiderschrank. Schaute rein, verließ das Zimmer und kam mit einem blauen Müllsach zurück.
Bärbel stand vor mir und fragte, an welchen Tagen ich Tennis spielen würde? Keine Ahnung wie sie auf diese Frage kam, ich hatte bis dato noch nie Tennis gespielt und hatte es in näherer Zukunft auch nicht vor. Kaum hatte ich das letzte Wort ausgesprochen, überkam mich ein Gefühl, dass meine Antwort sehr gut in ihr Konzept passte. Sie nahm alle meine weißen Tennissocken - also, alle Socken die ich besaß - und legte sie in den blauen Müllsack. Bis heute rechne ich Bärbel hoch an, dass ich die Socken, die ich anhatte nicht ausziehen musste, ich hätte nicht gewusst, was ich am nächsten Tag anziehen sollte.
Als sie alle Socken entfernt hatte, wollte sie wissen - wenn nicht Tennis - welchen Sport ich dann betreiben würde. Keinen! Was hatte sie bloß mit Sport?
Das Ergebnis war, dass meine vier paar Turnschuhe - und auch ein füntes Paar, das ich mir eine halbe Nummer zu groß gekauft hatte - in den Müllsack wanderten. Das mit dem fünften Paar nehme ich ihr bis heute übel, ich war gerade mal 18! Ganz ehrlich…möglicherweise wäre ich noch reingewachsen.
Drei Paar Schuhe standen da noch.
Bärbels nächste Frage ließ nichts gutes ahnen!
An welchen Tagen ich reiten würde? War das nun eine Fangfrage oder doch eher intim? Ehrlich wie ich bin, beantwortete ich auch diese Frage wahrheitsgemäß. Was zur Folge hatte, dass zwei Paar Cowboystiefel in den blauen Müllsach - auf immer - verschwanden. Bevor Bärbel den Sack ins Badezimmer schleifte, mussten noch alle meine Nickipullover dran glauben und alle Hemden mit Blumenmuster und selbst die einfarbigen - nur weil die hellgelb, hellpink, lila und hellblau waren.
Was mich im Nachhinein immer noch erschreckt ist, dass Bärbel Schewe seherische Kräfte bessen haben musste. Keine zwei Jahre später lief keiner meiner Freunde mehr mit solchen Klamotten rum. Aber ich will nicht ablenken und versuche, es kurz zu machen.
Im Badezimmer landeten alle meine Pflegeprodukte - also ich meine alle drei Niveapodukte inklusive Seife - und meine Einwegrsasierer im Müllsack. Meine Wohnug war praktisch leer. Aus meinem Kühlschrank konnte Bärbel nichts weg schmeißen, der war eh immer leer, und als sie reinschaute, konnte ich mein Grinsen nur schwer unterdrücken.

Die darauf folgenden Wochen verbrachten wir - außer mit Sex - nur damit, mich neu einzukleiden. Mit viel Geduld, kurzen Anweisungen und Bärbels Geld. Das war auch der Zeitpunkt, an dem ich zum ersten Mal eine Parfümerie betrat. In der Annahme Bärbel wolle dort etwas für sich kaufen. Ich wäre in tausend kalten Wintern nicht darauf gekommen, dass es dort Sachen für Männer gibt. Aber sie führte mich nicht nur an die Produkte - und ich schwöre in meinem Alibertschrank hätte nicht mal ein einzelner Q-tip mehr reingepasst - heran, wie man sie benutzt, sondern erklärte mir auch, was man bei Düften und Cremes beachten muss.
Ähnlich war es auch bei der Garderobe. Wenn mir jemand ein paar Wochen zuvor erzählt hätte, dass ,wenn man(n) eine braune Hose trägt, die braunen Sochen ruhig etwas dunkler sein dürfen als der braune Leder(!)schuh… ich hätte mich schlapp gelacht und gefragt, ob wir nicht lieber wieder über das letzte Pauli-Spiel oder das Slade-Konzert in der Ernst-Merk-Halle reden können.

Als Bärbel fertig mit ihrem Werk war - so zehn Monate später - verlor sie ein wenig das Interesse an meiner Person. Kurz bevor sie aus meinem Leben für immer verschwand, nahm sie mich mit in ein Kosmetik-Studio. Sie war immer top gepflegt und beim Betretten der Location dachte ich, sie wolle sich nur schnell einen Termin holen. Aber da hatte ich die Rechnung ohne Bärbel Schewe gemacht: Ich lag schließlich dort mehrere Stunden auf einem Stuhl und mein Gesicht, meine Hände und Füße wurden von mehreren Frauen bearbeitet. Die Kommentare der Damen - zu meinem Zustand - werde ich hier nicht aufschreiben… so gut kenne ich euch alle hier ja nicht.
In den anschließenden fast dreißig Jahren habe ich nur vier verschiedene Kosmetiker ausprobiert. Ich bin davon nie wieder los gekommen, und es ist für mich immer wie ein kurzer Urlaub für die Seele und den Körper.
Seit einiger Zeit bin ich nun bei Joe Eden und habe das Gefühl, angekommen zu sein. Er ist ein Meister seines Fachs. Ich könnte hier noch in allen Einzelheiten beschreiben, was er dort alles mit mir anstellt. Aber eigentlich wollte ich euch nur ein bisschen neugierig machen und euch animieren, es einmal auszuprobieren!

...ach ja…was ich wirklich, wirklich sehr schade finde, ist die Tatsache, dass ich mich bei Bärbel nie richtig bedankt habe, und sie wahrscheinlich nie erfahren wird, wie sehr sie mein Leben verändert hat. Tja…man(n) kann nicht alles haben!!

oublier Habe lange nicht mehr so gelacht. Super!:-)

allerdümmstes eselkalb geständnis: ohne oublier hätte ich die geschichte nie gefunden.
bärbel

Curry 36 - Kreuzberg

Mehringdamm 36, Direkt am U-Bhf Mehringdamm, 10961 Berlin

17-07-2007 (atualizado em 29-07-2008)

Currywurst in Deutschland ist fast eine Religion! Die Frage wer sie nun erfunden hat, ist längst geklärt. In Hamburg - am Großneumarkt - wurde sie erfunden. Zwei jahre später wurde die “Soße” in Berlin beim Patentamt angemeldet. Was allerdings in Berlin erfunden wurde - aus der Not heraus - ist die currywurst “ohne” Darm. Nach dem 2. Weltkrieg waren dort einfach keine Naturdärme aufzutreiben. Also wurde die Wurstfarce in eine Gummischlauch gestopft und gekocht. Sehr clever!
Als das habe ich mit einem der freundlichsten Wurstverkäufer besprochen, den ich jemals kennengelernt habe. Er arbeitet seit 18 Jahren bei Curry 36 und war auch bei dem Gast vor mir und hinter mir super freudlich. Ich mag es, wenn jemand Freude an seiner Arbeit hat!
Currywurst ist Geschmacksache und ich brauche nun mal zu meiner eine warme Soße, dass wird einem hier nicht geboten. Dafür ein Smaltalk, Sauberkeit, keinerlei Geruchsbelästigung und Freundlichkeit!

Cem Basman einmal war ich da. morgens um halb vier etwa. war schon toll.

vilmoskörte Das mit dem Gummischlauch ist eine Ente. Die Maximilian-Wurstbräter (siehe http://www.currywurst-berlin.com/) haben ein Verfahren entwickelt, mit dem sich Currywurst als Endloswurm herstellen lässt, der anschließend auf handliche Wurstlänge geschnitten wird.

Qype-Werbung - Neustadt

Hamburg

12-06-2008

Ich neige ja dazu, nicht so oft zu schreiben. Wenn ich dann aber in die Tasten haue, wird es immer etwas länger und meine Brüder rutschen fast immer mit rein.

Dieser Bericht heute wird kürzer, viel kürzer!

Ich habe mit mehreren Qype Mitarbeiter in der Vergangenheit telefoniert. Ich habe reichlich Mail-Verkehr (was für ein Wort, wie gern würde ich in diesem Zusammenhang meine Brüder…) mit Qype-Mitarbeitern gehabt und (!) einige Gespräche mit ihnen geführt. Alle Kontakte waren vorbildlich.

Alles in allem kann ich mit ruhigem Gewissen für alle Qype-Mitarbeiter-Kontakte 5 Sterne geben. Mein Tipp: weiter so!

Netty Das kann ich nur bestätigen - & würde auch 5 Punkte geben, 100%-ig.

Millerntor-Stadion - St. Pauli

Heiligen-Geist-Feld 1, Auf dem Heiligengeistfeld, 20359 Hamburg

02-09-2007 (atualizado em 24-03-2008)

Jeder von uns hat wohl Plätze und Orte in seiner Heimatstadt, die ihn geprägt haben und die er liebt. An die er gern denkt, viele Erinnerungen hat, und an die er gern zurückkehrt.
Für mich ist es bis heute das Fußball-Stadion am Millerntor, die Heimat vom FC St. Pauli.

Bis zu meinem 18. Lebensjahr habe ich in der Wohlwillstraße mitten auf dem Kiez gewohnt und gelebt. Bei uns zu Hause ging es immer zu wie im Taubenschlag. Wir drei Brüder und mein Vater hatten immer viel Besuch. Es gab kaum Regeln - außer das sich jeder gut zu benehmen hatte - und es wurde viel geredet und geschimpft. Aber niemals ein schlechtes Wort über Helmut Schmidt, den Beatles, Cassius Clay - später Mohammed Ali - und Pauli.
Ich erinnere mich nicht mehr so genau wie der Verein damals gespielt hat, bei einem Sieg wurde immer viel gelacht und alte Geschichten erzählt. Bei einer Niederlage gab es einen Satz, den ich heute noch gern zitiere: “Als Pauli-Fan musst du leidensfähig sein.”
Meine ersten Erinnerungen an das Millerntor sind aus dem Jahr 1966. Als lütter Butsche galt mein Interesse damals nicht den Männern in den kurzen Hosen, die nur einen Ball zum spielen hatten, sondern “leeren Bierflaschen”.
Die standen überall rum, oder die erwachsenen Zuschauern - die fast immer nur am meckern waren - drückten sie uns Kindern in die Hand. Das abgefahrene an dieser Situation war, dass wenn man die Flaschen abgab, wir dafür Geld bekommen haben. Richtiges Geld, das wir in unseren Hosentaschen sammelten und Tage später noch für Schnobkram - also Süßigkeiten - in verschiedenen Läden unserer Straße ausgegeben haben. Tja…wir haben das Schlaraffenland kennengelernt.

Als ich etwas älter wurde, beschäftigte ich mich auch mit dem Spiel. Mein Freund Klaus spielte bei Teutonia 10 und überredete mich, dort auch einzutreten. Er war der Star der Mannschaft.
Wir waren 12 Jahre, und wir waren uns sehr ähnlich. Ich habe bis heute nicht begriffen warum er Fußballspielen konnte und ich nicht. Klaus hat noch viele Jahre später immer gesagt, dass ich damals ein Tor geschossen habe, aber er hat immer verschwiegen, dass es im Training war.
Als ich ausgetreten bin und meine aktive Laufbahn als Fußballer beendet habe, sagte der Trainer: “Fußballspielen ist nicht deine Welt, aber deine große Klappe und deine Sprüche werden wir vermissen”. Er mochte mich!
Inzwischen sind viele Jahre vergangen, aber das Millerntor nimmt noch immer einen wichtigen Platz in meinem Leben ein.
Wir drei Brüder haben nur zwei Dauerkarten, weil leider meistens einer von uns nicht zum Spiel gehen kann. Mittlerweile sind wir in einem Alter, in dem wir uns immer wieder darüber freuen, dass es Sitzplatzkarten sind. Sprüche wie : “Sitzen ist für´n Arsch” bringen uns nur zum lächeln, wenn bei einem Tor für Pauli die vollen Bierbecher auf den Stehplätzen in die Luft fliegen…
Wenn ich auf meinem Platz sitze und neben mir mein großer Bruder, liebe ich es, zu beobachten, wie er die Spieler verbal zusammenfaltet, wenn sie mal wieder unsere Leidenfähigkeit strapazieren. Er beherrscht das in einer Lautstärke, die man ganz sicher noch auf dem Rasen hört.
Wenn ich mit meinem mittleren Bruder ein Spiel besuche, und das Spiel uns langweilt, reden wir über die alten Zeiten, und das glänzen in seinen Augen ist kaum zu beschreiben.
Das aus mir kein guter Fußballspieler geworden ist, finde ich nicht wirklich schlimm. Ich komme ja auch so auf meine Kosten!
Ach ja…ein guter Sänger ist aus mir leider auch nicht geworden, aber jedes Mal, wenn ich am Millerntor mit einigen tausenden Zuschauern “you never walk alone” singe, finde ich das auch nicht schlimm. Ich genieße meine Gänsehaut und denke so bei mir…”wie schön, dass es “Orte” gibt, die ich lieben kann und die mich geprägt haben”!!

heimton Ich bin kein Pauli-Fan, aber ich liebe die Leidenschaft!!!
Und wer Helmut Schmidt, die Beatles und Cassius Clay respektiert, muss ein guter Mensch sein!
Ich knie nieder vor diesem grossen Beitrag. Mehr davon!

concrema Ein Gänsehautartikel!

Indra Musikclub - St. Pauli

Große Freiheit 64, 22767 Hamburg

27-01-2008 (atualizado em 06-02-2008)

Die Geschichte der Beatles und Hamburg fängt im Star-Club an. Das ist völliger Quatsch und nur gut für Touristen. Der Grund dafür ist einfach. Wenn John Lennon oder Paul McCartney auf den Beginn ihrer Karriere angesprochen wurden, fingen sie gerne mit dem Star-Club an, und das lag an dem damaligen Geschäftsführer Horst Fascher. Der stellte den beiden fast jeden Abend die hübschesten und willigsten Bräute vor. Künstler hin oder her, so etwas vergisst man(n) nicht. In Wirklichkeit fing alles im kleinen Musikclub "Indra" an!
Wir schreiben das Jahr 1960, der Besitzer vom "Indra" war Bruno Koschmieder, neben dem Indra gehörte ihm auch der Kaiserkeller. Für diese Location buchte er in Liverpool - unter anderem - auch die Beatles. Als die Jungs in Hamburg ankamen spielte im Kaiserkeller gerade eine Band, die ganz gut beim Publikum ankam. Kurzerhand ließ Koschmieder die Beatles im Indra auftreten und brachte sie auch sonst ziemlich schäbig unter. Er war halt Kaufmann, Kunst, Kultur und Musik interessierte ihn wenig. Gage bekamen die Künstler auch nicht. Als die Band - die im Kaiserkeller spielte und auch keine Gage bekam - über Nacht verschwand, ließ er die Beatles im Kaiserkeller spielen. Es sprach sich sehr schnell rum, dass dort etwas neues, wildes und aufregendes passiert, und der Laden wurde jeden Abend voller. Das freute Koschmieder sehr. Aber außer ein paar Bier oder mal ein Abendbrot bei Gretel und Alfons in der Großen Freiheit bekamen die Beatles nix.
John und Paul platzte der Kragen, und sie wechselten auf die Reeperbahn ins Top Ten. Jetzt gab es endlich Gage. Aber zum ausgeben hatten die Jungs keine Gelegenheit. Das Top Ten gehörte nicht Koschmieder, und es ist nicht wirklich verwunderlich, dass die Betreiber vom Top Ten eine "anonyme" Anzeige erhielten, weil sie eine Band auftreten ließen, in der einer der Musiker noch nicht volljährig war. Das war George Harrison. Die Beamten der Davidswache fackelten nicht lange und setzten am nächsten Tag die Beatles in den Zug Richtung Liverpool.
Nachdem Harrison volljährig war kehrten sie nach Hamburg zurück und spielten im Star-Club. Wie es dann weiterging steht in den Büchern der Musikgeschichte. Dort fand Bruno Koschmieder keine Erwähnung, dafür behandelte er die späteren Weltstars einfach zu schlecht. Koschmieder machte seinen Weg und wurde Millionär. Er kaufte in Eimsbüttel den Kaisersaal - das spätere Trinity, in Barmbeck den Fürstenhof - das spätere Palladium, auf dem Kiez das Blow Up - heute die Große Freiheit 36, und das Hollywood - das heutige Docks .
Menschlich wuchs er auch. Ich habe 5 Jahre für ihn gearbeitet, als Discjockey im Kaisersaal, Blow Up und Hollywood. Er hat mich gut bezahlt, und in einer schwachen Stunde hat er mir die Geschichte erzählt, die er mit den Beatles erlebt hat. Jahre später hat Horst Fascher sie mir bestätigt.

Das Indra wird heute mit sehr viel Liebe und Hingabe betrieben. Hier haben die Gäste die Möglichkeit, nicht nur im Stehen sondern auch auf gemütlichen Ledersofas lümmend live Musik zu erleben und sogar Geschichte zu atmen. An den Wänden hängen Bilder von Helden vergangener Tage wie Little Richard und Jimi Hendrix. Klasse zum Abtanzen sind auch die Soul und 60s-Partys.
Und die Gigs werden jetzt sogar direkt im Internet auf der Indra-Webseite übertragen. Also, aufgepasst: chic anziehen, sonst könnte Mama meckern. Immerhin kann die ganze Welt euch sehen.
Vor ein paar Tagen habe ich den sehr sympatischen Betreiber besucht. An dem Abend spielte Matthias Weber und seine Blues Freunde und im Vorprogram eine Band aus Wuppertal "Shake Hands". Als die Gäste sich etwas wünschen durften, rief einer nach einem Song von den Beatles. Gespielt haben die Jungs dann einen Song von Oasis...
Tja, die Zeiten ändern sich! ;-)

hotzenplotz Auch diese Kommentarspalte ist mal wieder ein Beweis dafür, dass das Löschen der Kommentare mit dem Weggang der Mitglieder grober Unfug ist.
Hier fehlen gleich mehrere Ehemalige.
Das muss ich doch gleich mal zu einem Wunschzettel in dem neuen “feedback”-Dingens machen.

Viel Spaß heute Abend, PJ!

PJebsen Danke, hotzenplotz! Heute Abend spielt die 60er- und 70er-Jahr-Soul-Cover-Band von Sven “Boogie” Augustin, den ich durch die Country-Band mit dem schönen Namen “Cpt. Stubing & the Loveboats” kenne. Bei “Cliff Barnes & the Fear of Winning” macht(e) er auch mit.

"Kleine Pause" Thorsten Clorius - St. Pauli

Wohlwillstrasse 37, 20359 Hamburg

26-01-2008

Die Wohlwillstasse ist auch heute noch ein bisschen wie ein Magnet für mich. Dort habe ich meine Jugend und eine wirklich glückliche Zeit verbracht. Egal, was ich in dieser Straße angestellt habe, es dauerte nur wenige Minuten und meine beiden Brüder - oder zumindest einer von ihnen - wurden darüber informiert. Sicherlich einer der Gründe, warum ich heute eine ehrliche Haut bin. Es hat mich immer genervt, dass ich ständig bei meinen Eskapaden und kleinen Streichen erwischt wurde. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, da erkennt man seine Grenzen und zieht die Konsequenzen daraus.
Auch heute noch gehe ich gern durch meine Straße und träume. Ich habe in der Jägerpassage gewohnt. Gleich daneben im Keller hatte Frau Bruhns ihren Feinkostladen, daneben das kleine Radio- und Fernsehgeschäft. Oder gegenüber der Fischladen und daneben - ganz wichtig - der Zigarettenladen. Kaum zu glauben, aber dort konnte man einzelne Zigaretten kaufen. Und ich erinnere mich sehr gut daran, wenn zum Ende des Monats in der Blohm und Voss-Lohntüte von meinem Vater Ebbe herrschte, fanden sich immer noch irgendwo ein paar Groschen, um lose Zigaretten zu kaufen.

Wenn ich dann mit meinem Rundgang fertig bin und meine Gedanken an die alten Zeiten mich glücklich gemacht haben, und ich dann auf dem Weg rüber zur Schanze bin, kehre ich gern in die "kleine Pause" ein. Das Essen ist gut und das Personal wirklich klasse. Originale, die schnacken wie ihnen der Schnabel gewachsen ist. Herrlich!
Allerdings hat mir der Laden sehr viel besser gefallen, bevor er umgebaut wurde. Heute hat er ein wenig Kneipencharakter, das gefällt mir nicht so gut. Ich mag ja gern Läden, wo die Zeit ein wenig stehen geblieben ist.
Früher haben die beiden Betreiber Blumen verkauft, heute Fastfood...und ihre Entscheidung war richtig. Der Erfolg gibt ihnen Recht und auch in Zukunft wird meine Träumerle-Tour durch meine Strasse hier enden!

Curry Queen - Eppendorf

Erikastr 50, 20251 Hamburg

21-01-2008

Ich beschäftige mich seit fast 20 Jahren mit Fastfood. Als es Mitte der 70er Jahre brutal mit der Qualität von Pommesbuden und Co. bergab ging, fand ich das sehr traurig. Einen ähnlichen Trend kann man seit einiger Zeit in Döner-Imbissen beobachten: kaum mehr genießbar und oft schmuddelig. Und just als die Jungs mit dem türkischen Händchen fürs Essen keine Lust mehr hatten, kommt ein neuer Trend auf. Deutsche Imbiss Kultur kehrt zurück. In Düsseldorf, Berlin, München und Hamburg schießen Luxus-Imbisse wie Pilze aus den Boden, aber es ist nicht alles Gold, was sich dafür hält.
Eine echte Perle habe ich heute besucht. Die Curryqueen ist wirklich eine Queen! Eine sehr leckere Wurst in einem wunderschönen Ambiente mit einer Bedienung, die erstklassigen Service auslebt. Total freundlich und auskunftsbereit, keine Frage auf die, die beiden Jungs keine Antwort hatten. Hier sind Extrawünsche durchaus willkommen. Klasse!

hungry_hh Ich bin ja ein Freund vom Imbiss bei Schorsch und fand wie du die C-Wurst im Edelcurry alles andere als Edel. Dann muss ich die Curryqueen wohl unbedingt mal testen.

Music Club Live - Eimsbüttel

Fruchtallee 36, 20259 Hamburg

14-01-2008

Live Music hat mich schon immer fasziniert. Gerade in Hamburg - wenn ich an die Vergangenheit denke - wurde das immer sehr gepflegt. Ich erinnere mich gern an das “Onkel Pö” in Eppendorf. Da habe ich damals Helen Schneider gesehen für 5 D-Mark Eintritt. Ich habe keine Ahnung mehr ob mich das Konzert musikalisch überzeugt hat. Aber zwei Dinge beschäftigen mich heute noch: Zum einen die Frage, wie ist Helen damals in ihre Lederhose reingekommen und…wenn ich als Lederhose auf die Welt gekommen wäre, wäre ich gern bei Helen Schneider gelandet. Auch Al Jarreau habe ich dort erlebt, und was er dort mit seiner Stimme angestellt hat, hat mich der Jazz Music sehr nah gebracht. Zu gern erinnere ich mich auch noch an Ian Dury und die Tyler Gang, wilde Jungs!
Im “Knust” - damals noch an der Brantstwiete im Keller habe ich REM live gesehen und dachte, nett, aber mehr auch nicht.
Oder in Wandsbek war damals das “Sounds” - man glaubt es kaum, im 5. Stock ohne Fahrstuhl - da habe ich mit 80 Zuschauern eine Band namens Police gesehen. Ich war an diesem Abend betrunken und kann mich weder an die Songs erinnern, noch wie ich aus dem 5. Stock wieder runtergekommen bin.
Heute versuche ich, die großen Konzerthallen zu meiden. Ich habe ein paar Jahre für die Musik-Industrie gearbeitet und konnte mir jedes Konzert in Hamburg umsonst anschauen. Die Partys hinterher mit den Künstlern haben mir oft besser gefallen!
Bei Sade im CCH bin ich eingeschlafen.
Und ich kann mich noch gut an den Feuerwehrmann erinnern, der vor dem Frankie Goes To Hollywood-Konzert auf die CCH-Bühne ans Mikro ging und sagte: “Sollte ein Zuschauer wärend des Vortrages von Frank aus Hollywood von seinem Platz aufstehen, ist die Gefahr sehr groß, dass das Konzert sofort abgebrochen werden muss…” Herrlich!
Heute suche ich bei Konzerten die Nähe zum Künstler. Ich möchte, dass er für mich spielt. Ich habe keine Lust, auf eine Leinwand zu schauen, und ich bin nicht mehr in dem Alter, um vor einer Bühne im Gedränge zu stehen.
Darum mag ich den kleinen “Live Music Club” so sehr. Es ist die intime Atmosphäre. Die Betreiber haben ein sicherers Händchen mit der Auswahl ihres Programms, und die Künstler sind sehr oft für eine Überraschung gut. Der Eintrittspreis (in der Regel 5 Euro) ist gerechtfertigt und das Personal ist sehr freundlich. Ein wenig erinnert mich der “Live Music Club” an das “Onkel Pö”. Und die Wahrheit ist, dass ich bis heute nicht darüber hinweg gekommen bin, dass es diesen Laden nicht mehr gibt. Also werde ich heute abend wieder den “Live Music Club” besuchen - egal, wer da spielt - und ein bisschen in alten Erinnerungen schwelgen… ;-)

PJebsen @plexx: Ian Dury ist heute noch einer meiner absoluten Lieblingskünstler … und was heutige Konzerte anbetrifft, halte ich es wie du: Ich bevorzuge definitiv kleine Clubs. Muss “Live” mal ausprobieren, den Laden kannte ich bisher nicht.

heimton Sehr schön!
Sehen wir uns mal wieder, plexx? Z.B. am 27.12. bei “One Trick Pony” im Live-Club?
http://www.onetrickpony.eu/

LG, heimton