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Sou sidifferent de Oyten. Sou Qyper desde 01-10-2007

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Shell Tankstelle - Oyten

An der Autobahn 4, 28876 Oyten

08-02-2012

Eine Tankstelle mit sehr nettem Servicepersonal an der Kasse, das immer einen guten Spruch drauf hat.

Außerdem für mich als Deutsche Bank-Kunde die nächste Möglichkeit, Bargeld zu kaufen. Die Übernahme von Bankservices durch Tankstellen finde ich zwar ebenso bedenklich wie den Verkauf von frisch aufgebackenen Brötchen, aber was soll’s … the times they are changing und frau kauft nur das an einer Tanke, was wirklich nötig ist.

Leider gibt es keine angeschlossene independent Werkstatt, wie ich es aus Harburg gewöhnt war, bei der TÜV und andere Reperaturen erledigt wurden.

Emotional hilflos fühle ich mich meist gegenüber den netten Herren, die anbieten, Ölstand etc. prüfen zu wollen. Auf der einen Seite finde ich das Angebot toll, aber fühle mich auch unter Druck gesetzt. Wenn ich “Nein, danke” sage .. nehme ich ihm ein Zubrot weg ? Eigentlich finde ich den Service toll, aber als typische Deutsche frage ich mich (wie auch in US mit dem Packservice an der Kasse), ob Service, der “freiwillig” angeboten wird, nicht einen Hintergedanken hat. Gleichzeitig schelte ich mich dann und fahre ungepüft aber seltsam unzufrieden auch wieder von dannen.

Ich weiss nicht, ob meine Mitleser diese 2-Seelen-in-meiner-Brust nachvollziehen können

blearpro Shell wirbt so:
www.shell.de/home/content/deu/products_services/on_the_ro...
Ich kann nicht – eigentlich überhaupt nicht -
nachvollziehen, warum nicht die Freien angefahren werden.
Alle Welt nöhlt – zurecht – das ist so teuer,
aber die Konsequenz bleibt häufig aus.
Ich tanke jahrzehntelang bei Jet, habe Schnellwaschanlage, Staubsauer, Luftprüfbereich etc.
und zahle einige Cent weniger pro Liter Kraftstoff.
Einen Shop gibt es bei den Freien ebenfalls –
es muß niemand darben, hungern oder unbedarft bleiben –
zu lesen gibt es alles …
von der hochgestochenen Super-Illu
bis zur ganz normalen Zeit.
Nur a little bit of “Auto” sollte ich können :
es gibt vier Reifenventile , die es lohnt zu prüfen,
weil ich ja auch gern heil mein Ziel erreiche…
es gibt den Ölstand, den es lohnt zu checken,
weil es mein Budget schont ….son neuer Motor kann einem kräftig die Persilie verhageln…
und es gibt einen Behälter für den klaren Durchblick…
so einfach geht Auto.

ist ebenso nicht bös gemeint, sidifferent…
nur schreibst Du ja von 2 Seelen,
auch von ungeprüftem und seltsam unzufriedenen davonfahren.
Fazit: selber machen.

sidifferent @blearpro:
- Es gibt in meinem Ort keine Freie; für die nächste müßte ich ca. 6 km hin und 6 km zurück fahren. Dafür bin ich zu faul, zumal ich dort, wie ich schon schrieb vor allem kein Geld ziehen kann und aufgrund der langen Schlangen vor der Zapfsäulen lange warten muß

- JET ist keine Freie, sondern der Markenname von Conoco
- Außerdem akzeptiert diese Freie den Kofferträger auf meinem Heck nicht für die Waschanlage

- 1- 2 ct pro Liter (je nach Aktion) weniger zahle mit meiner ADAC-Karte bei Shell

Und lach, wie Auto geht, weiss ich fei scho, dafür brauche ich keine Tankstelle.

Was ich meinte, war was anderes, vielleicht habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt.

Ich bin ein Fan von Dienstleistungen, bin ich doch selbst in der Branche. Und aufgewachsen (Kindheit) in einer Generation, in der es SB-Tankstellen noch gar nicht gab. Das heisst, damals
- fuhr Papa vor die Tanksäule
- der Tankwart wußte, was er tun muß
- betanke das Auto
- kontrollierte ohne Nachfrage Öl, Wasser, Scheibenwasserstand
- wischte die Frontscheibe klar
- nahm Papas Geld entgegen
- kam mit dem Wechselgeld zurück
- und kriegte, wenn Papa gut drauf war, noch ein kleines Trinkgeld

Heute haben wir eine ganz andere Situation:
- Die Ölkonzerne mit ihren Tankstellen sind riesengroß und machen ihren Profit nicht dem dem Tankstellengeschäft, sondern mit der Förderung des Öls

- Die Angestellten sind meist schlecht bezahlt
und am wichtigsten:

- Die Service-MA an der Tanksäule (das ist meine Vermutung) werden noch schlechter bezahlt, und nur dann, wenn ihr Service in Anspruch genommen wird (1-Euro-Jobber?). Sie frieren sich im Moment den Arsch ab.

Seit meiner Jugend bin ich es in Deutschland allerdings gewohnt, an der TS alles allein machen zu müssen.

Deshalb meine Unsicherheit: Klar kann ich alles allein machen und 2-3 ct pro Liter sparen, aber (max) 3 ct mehr pro Liter machen bei einer Füllmenge von 40 l = naaaa … 70 ct.
Dafür
- fahre ich weder 12 km
- stelle mich nicht in eine lange Schlange vor der Zapfsäule
- kriege kein Bargeld

Danke, blear, Du hast mir die Entscheidung leichter gemacht: Ich entscheide mich beim nächsten Tanken für sorglosen Service und dafür, jemand anderem gern zu überlassen, sich um mein Auto zu kümmern, wenn er dadurch seinen Job behält. Es mag ein Scheiss-Job sein, aber je mehr Deutschland von Geiz-ist-Geil-Mentalität wegkommt, desto mehr Chancen haben Dienstleister im Niedriglohnsektor.

Und, weil ich mich hier so klar festgelegt habe wird er nicht nur mein strahlendes Lächeln bekommen, sondern auf noch ein fettes Trinkgeld obendrauf. Denn ich habe in meiner Studentenzeit nicht nur als Kellnerin gearbeitet, sondern auch als Taxifahrerin. Das Trinkgeld hat uns über Wasser gehalten.

Und wenn es halt Shell ist, ist es eben so-

Schuhbecks Gewürzladen - Neustadt

Bleichenbrücke 9-11, 20354 Hamburg

05-02-2012

Ein neues, hübsches, aber recht steril wirkendes Outlet des Imperio Alfonso, das unsichere Hobbyköche bestimmt wunderbar bedienen wird.

Das Angebot ist dem Laden in der Mönckebergstraße sehr ähnlich, wirkt aber weniger wuselig und touristisch: raffiniert klingende Gewürzmischungen und Teemischungen aller Art; mit Preisen, die die Lage und den vermarkteten Namen dieses Spitzenkochs (und das ist er sicher) widerspiegeln.

Der Service ist sehr freundlich und hilfreich und war auch verständnisvoll, dass ich unbepackt von dannen ging.

Für jemanden, der gewohnt ist, seine Mischungen selbst herzustellen, bietet dieser Laden interessante Anregungen, aber keinen Grund zum Kaufen. Er ist keine location, in der man interessante exotische Gewürze einzeln zu kaufen bekommt, sondern nur in vom Meister komponierter Form.

Fazit: Ich bewundere Schuhbecks erfolgreiche Marketing-Strategie, würde allerdings lieber mal mit ihm essen als seine Convenience-Produkte zu kaufen

MAHA Cosmetics & Beauty Care GmbH & Co. KG - Ehrenfeld

Vogelsanger Str. 68, 50823 Köln

03-02-2012

MAHA begleitet mich in der Geschichte meiner Nagelpflege schon seit ca. 2003. Denn – wie auch nicht irgendwo irgendwas einkaufe – will ich auch wissen, was meine ‘Nageltanten’ zur Stützung meiner Fingernägel verwenden.

Gel als Grundlage kommt für mich gar nicht mehr in Frage (aua unter der Lampe, und die C-Kurve wird bei Gel meist viel zu hoch gewählt) … das ist nur was für Anfänger, sowohl was Stylisten als auch Verbraucher angeht. Nur die wenigsten Stylisten können mit Acryl richtig umgehen.

MAHA bietet das beste und teuerste Acryl, das nur wenige wirklich professionelle Stylistinnen anwenden, säurearm und toll im Aufbau. Und es gibt überhaupt keine Probleme, das Acryl mit Gelcamouflage farblich zu toppen.

Von daher klare 5 Punkte.

Bei meinem Umzuzg von HH (nördlich der Elbe) nach Nenndorf / später Harburg gab es deshalb nur eines: Bei MAHA anrufen und nach einer Stylistin fragen, die ihre Produkte verwendet. Die Adresse bekam ich auch sofort (Renatas Nagelstudio in Harburg) und hier war auch auch viele Jahre sehr zufrieden.

Mit meinem Umzug nach Oyten / Bremen begannen meine Probleme.

Der 1. Telefonkontakt mit MAHA, inzwischen nach Köln umgezogen, begann sehr nett: Ja, sagte man mir, es gäbe ein Studio im Weserpark, das MAHA-Produkte verwenden würde, es sei sogar ein Vorzeigestudio.

Klar, ich da hin: Pustekuchen, das Studio existierte seit 2 Jahren nicht mehr. Die neuen Besitzer waren die üblichen billigen Asisaten, auf die ich gar keine Lust hatte und die MAHA nicht verwenden.

Ich also nochmal angerufen und wurde von der hotline von MAHA schwer abgebügelt: Für solche Auskünfte, wie ich (als Endverbraucher) sei die info@-email zuständig. Also ich ganz brav hingeschrieben, …. und nochmal erinnert.

Null Reaktion, seit ca. 2 Monaten nicht.

Wie soll man jetzt einen solchen Platz beurteilen ?
5 Punkte für das Produkt
1 Punkt für den Service

Ich fahre für meine Nagelpflege immer noch von Oyten nach Harburg, und obwohl Renata sicher mich zwar ungern verlieren möchte, aber mich auch gern sich guten Händen wissen möchte, deshalb leider nur 2 points

REWE - Osterholz

St.-Gotthard-Str. 3-5, 28325 Bremen

28-01-2012

Na, nen Kaufhaus (Kategorie bei QYPE) ist das sicher nicht … sondern ein ganz normaler REWE-Supermarkt. Gut geführt (sauber!!!) mit einem Angebot, das den Bewohnern von OT entspricht, die genügend tüprkische Märkte in ihrer Gegend haben, um sich mit frischem Gemüse einzudecken.

Toll (und deshalb der 4. Stern) fand ich den Tip einer sehr netten Mitarbeiterin, für bestimmte Produkte (Rohmilchkäse, bestimmte Fleischprodukte, etc) eine andere REWE-Filiale aufzusuchen. Das empfand ich als sehr hilfreich und hat mich eher mehr für diese REWE- Filiale eingenommen!

Kiwi2008 Ich hab einfach mal die Kategorie geändert…..

sidifferent @kiwi: Das klappt bei mir irgendwie nie. Danke schön !

Per Voi - Wolfsburg

Kleiststr. 46, 38440 Wolfsburg

28-01-2012

Das Per Voi ist das Restaurant im Global Inn Hotel. Der Chef hat früher ein eigenes Restaurant in WOB gehabt, in dem “die Großkopferten von VW ein und ausgingen”. Es sei, lt. Aussage des Chefs, the place to be in WOB gewesen.

Nun ja, nun hat er ein nettes Hotelrestaurant mit einer akzeptablen Weinkarte. Die Auswahl an Speisen ist eher auf mainstream ausgerichtet (Pizza, Pasta, einige Fisch- und Fleischgerichte), Glücklicherweise fehlen im pasta/ pizza-Bereich die üblichen Verdächtigen, aber so richtig konnte ich auch keinen spannenden Favoriten erkennen.

Am ersten Abend wählten wir von der Karte Pizza und Pasta mit Spargel und italienischer Bratwurst, salsicca. War interessant, aber die Pizza viel zu feucht / der Teig zu sabschig; die salsicca habe ich auch schon mal leckerer gegessen.

Zuvor ein riesiger italienischer Salat, der nach unseren Wünschen zusammengestellt wurde: kein Eisberg, aber grüner Blattsalate, Tomate, Artischocken, Oliven, Parmesan. Gut, aber das verwendete Öl war muffig. Der offene toskanische Wein war so unschmackhaft, dass ich sofort auf Bier umgestiegen bin.

Mein Kollege überredete mich auch am 2. Abend zu einem Besuch, obwohl ich viel lieber das An-Nam (Vietnamese) erkundet hätte, das ca. 10-15 min fußläufig entfernt liegt. Er handelte mit dem Chef und Sous-Chef ein special menu aus, das durchaus lecker war: Risotto mit Trüffeln (das Reiskorn mir persönlich nicht schlunzig genug, aber die piemonteser Sommertrüffel soweit gut); für mich gegrillte Dorade mit einer Füllung von Tomate und Knoblauch und für ihn piccata vom Seeteufel (alles nicht auf der Karte). Dazu Flaschenweine (sizilianisch für ihn; Gavi de Gavi für mich), die unserem Gusto entsprachen.

Der Hit war der Grappa am Schluß. Mein Kollege verlangte nach dem teuersten und bekam einen, den ich schon von einem Hamburger Feinkosthändler kannte und der richtig lecker war. Ich weiß leider den Namen nicht mehr, aber der Korken ist so ein richtiger großer farbiger Knubbel und der doppelte Grappa kostete 12,50 .

Fazit: Wenn man die Küche nicht fordert, ist das Per Voi ein standard-Italiener / ein standard-Hotelrestaurant. Wenn man die Küche und den Service ein wenig kitzelt, kann man one-point-above-average bekommen.

Aber nur 3 Punkte hier, denn ich will nicht erst Service / Küche herausfordern müssen, um eine anständige italienische Küche zu bekommen. Die Preise hier sind hier zudem zu hoch, um die Qualität zu rechtfertigen.

Zudem: Ich hätte lieber den Vietnamesen probiert, denn die Beurteilungen bei QYPE klangen spannend.

Philipp Elph Na ja, 12,50 für nen doppelten Grappa ist ja ein Schnäppchen – kann ja gut aber nicht außergewöhnlich gewesen sein. ;-)

sidifferent Ich weiss nicht … 25 Mark für nen Grappa, der richtig rund, würzig und mild war: Der war kein Schnäppchen, aber richtig gut

Bavarium - Mitte

Windmühlenstr. 6, 30159 Hannover

22-01-2012

Bayerisches Restaurant in Hannover, seufz, was kann man dort schon erwarten ? Wenn ich in München bin, lasse ich mich liebend gern von @ottogang in nichttouristische Lokalitäten entführen. Aber bei uns hier im Norden ? Würde ich in Bayern Grünkohl mit Pinkel essen mögen (den Herr Siebeck so verabscheut). ) Nein !

Aber nun ja, ich wurde eingeladen und bin ja durchaus offen für Neues.

Das Lokal selbst ist in der Windmühlenstrasse gelegen. Lang, lang ist’s her stand hier tatsächlich mal eine Windmühle, die bis vor kurzen (und dank einer Bürgerinitiative hoffentlich bald auch wieder) restauriert im Lönspark stand.

Bevor dieses Restaurant unter verschiedene Pächtern betrieben wurde, zapften hier Leute kein Bier, sondern Benzin: Tatsächlich erinnert die Form des Lokals an eine 50er Jahre-Tankstelle. Von dieser stammt auch das stählerne Grundgerüst, das mit Holz verkleidet wurde.

Dies schiere Holz, mit dem das Bavarium heute so großzügig ausgestattet ist, um ein rustikales Flair zu erzeugen, stammt aus abgerissenen Fachwerkhäusern der Wedemark (Umgebung von Hannover). Das war für mich schon einmal ein wunderbares Entree, denn oft habe ich erlebt, dass pseudo-bayerische Lokale im Norden vor allem durch Resopaloberflächen glänzen.

Das Essen war soweit in Ordnung. Wie waren mit sieben Leuten dort und bestellten quer durch die Karte:
- Brot mit verschiedenen Aufstrichen (Schmalz, Kräuterbutter, Obatzda); vor allem das Brot war schmackhaft und knusprig
- Flädlesuppe / Gulaschsuppe: beide würzig und angemessen
- Schweinebraten mit dunkler Soße, Rotkraut und Kartoffelknödel: Der Braten war gut gewürzt, zart und saftig, die dunkle Sauce leider zu stark gebunden, das Rotkraut gut gewürzt und schön schlunzig. Der Kartoffelknödel leider wässrig, völlig ungewürzt und ohne jeden Charakter; den habe ich links liegen gelassen und schwelgte mit den Anwesenden in den Erinnerungen an die seidigen Klösse aus gekochten Kartoffeln unserer Mutter, die wir nur selbst hinkriegen, aber Restaurants anscheinend nie
- Die Haxe mit Sauerkraut und Semmelknödel oder Bratkartoffeln war für die beiden Besteller eine Offenbarung: Riesig, zart und knusprig (leider auch mit Sauce übergossen; besser wäre separat serviert)
- Rippchen mit Weißkohlsalat und Pommes und Würzsauce: Beide Besteller waren sehr zufrieden, aber was haben Spare Ribs (gegrillt, nicht gekocht) und Coleslaw und Pommes mit Bayern zu tun ?
- Flammkuchen Schwarzwald sah lecker aus, aber ich habe ihn nicht probiert

Muß ich auch nicht mehr, denn den Teig durfte ich bei meinem Dessert probieren: Miniflammkuchen mit Zimtapfel, flambiert mit Calvados; das war langweilig, zu zimtlastig und der Teig erinnerte eher an Pappe. Meine Nichte mochte den Kaiserschmarrn mit Zwetschgenröster , ohne Begeisterung zu äußern.

Weitere Infos:
- Es gibt ein gut geheiztes und dekoriertes Raucherzelt mit der selben dezenten musikalischen Untermalung wie im Hauptraum. Von dort war mir auch ein Ausblick auf den momentan (Januar) eher trist aussehenden “Biergarten” gegönnt. Halt ein norddeutscher, hübscher Innenstadt-Biergarten
- Das Klo ist sparklessely clean und hat ein dem Hauptraum angepasstes Ambiente: man denkt zunächst, hinter dem Eingang sei ein Donnerbalken versteckt
- Der Service ist alert, flexibel und hat ein gutes Trinkgeld vom Geburtstagskind verdient erhalten
- Löwenbräu Pils schmeckte im Vergleich zu anderen bayerischen Bieren ok
- der einzig probierte Wein (Veltliner) wurde von mir flugs durch ein Bier abgelöst

Fazit: Stimmiges, rustikales Ambiente mit flinkem und aufmerksamen Service und für norddeutsche Verhältnisse akzeptabler bayerischer Küche

P.S. Ja, ich weiß, das war mein 500. Beitrag. Aber ich habe mir nicht mehr Mühe damit gegeben als mit anderen !

bb-dd ..und nun auch noch von mir: Glückwunsch, danke, weiter so-auf die nächsten 500:-)

sidifferent Auch an euch an dickes DANKE

Hotel Residence am Hbf. - St. Georg

Steindamm 29, 20999 Hamburg

13-01-2012

Am Steindamm nachts um halb 12

Aus dem trüben, lang nicht mehr geputzten, regentropfenverseuchten Fenster im 3. Stock des Residence-Hotels beobachte ich das Treiben in einer Mittwoch nacht. An Türmen von Müllsäcken vorbei eilig dem Bahnhof zustrebende Leute, ein paar Jugendliche, die sich lautstark in einer unbekannten Sprache unterhalten, ein Kommen und Gehen in einem Spielkasino; der Kiosk gegenüber hat auch noch auf. Der Sexshop/kino direkt daneben wirkt merkwürdig verwaist.

Was ? Das soll das 2. Vergnügungsviertel von Hamburg sein ? Eine junge Frau läßt sich von einem zunächst langsam fahrenden, dann anhaltenden Auto anlocken und nach 1 Minute wird man sich anscheinend einig. Die Frau steigt ein.

Zurück bleibt eine alternde Frau, die im Schatten eines geschlossenen Geschäfts Ausschau hält nach Kunden, die sich nach ihrem Service sehnen. Sie versucht, Blickkontakt aufzunehmen, aber die Leute gehen meist vorbei, ohne sie zu beachten. Nur einmal gelingt es ihr, einen Mann ins Gespräch zu ziehen; nach 10 sec schüttelt er den Kopf und geht weiter. Sie geht auf und ab, versucht sich zu wärmen, wo sie schon keinen anderen wärmen kann.

Welche Tristesse diese Strasse ausstrahlt, keine Spur von dem Farbenfeuerwerk der touristischen Vergnügungsmeile ein paar Kilometer weiter. Fixer sehe ich keine, keine minderjährigen Abhängigen, die verzweifelt versuchen, sich ihren nächsten Schuß zu verdienen. Nur diese Frau, die in Gestik, Haltung und Bewegung keine Spur von Erotik ausstrahlt. Sie wartet ohne zu kobern, aber sie wartet umsonst; die Zahl der Passanten wird immer geringer.

Nach einer Stunde des mitleidigen Zuschauens zieht es mich endgültig in mein Bett.

Ich hatte mir bewußt dieses Hotel ausgesucht, denn ich wollte auch einmal eine Nacht in einem Haus zubringen, in dem ich nicht genau wußte was mich erwartet nach dem Motto ‘Es muss nicht immer Kaviar sein’. Bei HRS für 25 Euro pro Nacht incl. Frühstück gebucht hatte ich aufgrund der gelesenen QYPE-Beiträge das schlimmste erwartet und lange Jogginghosen fürs Bett, feste Schlappen fürs Zimmer und Schlappen für das Bad eingepackt.

Das Residence ist sicher keine Luxusherberge, aber ganz sicher seinen Preis wert:
- ich hatte ein großes 3-Bettzimmer, in dem für mich das Einzelbett mit einer (leider zu dünnen) Bettdecke versehen war (gut, dass ich die lange Hose mitgebracht hatte
- alles war sparklessly clean; die Bettwäsche genauso wie alle Ablagen
- das grosse Bad war neu eingerichtet und ich entdeckte keinerlei Schmutz (und befreundete QYPER wissen, dass ich da sehr krüsch bin)
- der Fernseher hatte bereits einen Flachbildschirm
- das incl. Frühstück war ok

Alles in allem, ich habe für über 100 Euronen schon deutlich ungepflegter und schmutziger übernachtet, vor allem zu Messezeiten in anderen Städten. Dieses Zimmer kostete so viel wie bei anderen Hotels das Frühstück oder in gehobenen Mittelklasserestaurants ein Hauptgericht. Da war mir auch der merkwürdige Gang zum Zimmer egal.

Und aus meinem einfachen, aber sicheren Hotelzimmer die wahrscheinlich resignierte Hure zu beobachten hat mich beschämt und mich ein wenig wieder auf den Boden der Tatsachen gebracht.

Das Personal war höflich, sprach gut deutsch und war hilfreich. Was will man mehr.

Für den Preis ist die Leistung mehr als angemessen; so habe ich es zumindest empfunden.

Fazit: Das Residence ist sicher kein Highlight in meinem Hotelleben, zeigt mir aber, dass preiswert nicht unbedingt schlecht sein muß. Dass teuer nicht unbedingt der Garant für Güte sein muß, habe ich oft genug gelernt.

ottogang sehr bildhafte Beschreibung von Hotel und Situation, macht Spaß zu lesen.

sidifferent Nachdem es einige Nachfragen zu “sprach gut deutsch” gegeben hat: Kein Angestellter, den ich getroffen haben, war ein deutsch-Muttersprachler. Warum auch in unserer Multikulti-Gesellschaft und vor allem in der Gegend ?

Dr. med. C. Doose-Peters; Dr. Ziegler - Oyten

Stader Str. 44, 28876 Oyten

02-12-2011 (atualizado em 10-01-2012)

Nur Namenskorrektur!

Von Frau Ziegler hatte ich einen guten Eindruck, ich, die ich auf der Suche nach guten Ärzten in Oyten bin. Sie half mir über eine akute Beschwerde hinweg, ohne mir als Privatpatientin mehr an Untersuchungen aufzuschwatzen als notwendig. Ich denke, ich werde mal bei ihr einen generellen checkup machen lassen, dann werden wir weitersehen.

Was mir nicht gefallen hat, ist die Warteecke, die direkt neben dem Eingang zur Praxis liegt. Und dass ich vor einigen anderen Patienten in den Genuß der Ärztin kam, versuche ich jetzt mal auf mein schmerzliches Jammern zu schieben und nicht auf die Tatsache, dass ich privat die Rechnung zahle.

ottogang Meinst Du wirklich ?

Combi Verbrauchermarkt Einkaufsstätte GmbH & Co. KG - Oyten

Wehlacker 6, 28876 Oyten

31-10-2010 (atualizado em 08-01-2012)

Nachtrag vom 8.1.2012

Inzwischen hat meine Beschwerde Früchte getragen und ich habe mich abgeregt; deshalb korrigiere ich meine Bewertung nach oben. Und ich muss gestehen, dass die Obst/Gemüse-Abteilung tatsächlich besser ist als die bei der REWE.

Fleisch/Wurst/Käse kaufe ich allerdings immer noch lieber im Facheinzelhandel, weil die netten Damen bei Combi selten eine Ahnung haben von dem, was sie verkaufen.

P.S. Das mit der merkwürdigen Regelung, dass trotz der langen Schlange beim Fleisch/Wurststand, die Käseecke immer noch zwischendurch ohne Wartemarke bedient wird, … daran hat sich leider nichts geändert.

Originalbeitrag

Es gibt in Oyten 3 Discounter (Penny, Lidl und Aldi) und 2 Supermärkte (Rewe und Combi). Ich bin keine Freundin von jedweder Ausprägung von Niedrigpreis-Lebensmittelplätzen, das muss ich hier vorausschicken. Denn ich denke, dass niedrige Preise entsprechende niedrige Qualität der Zulieferer und entsprechend niedrige Löhne und Qualifikation der Bedienung nach sich ziehen.

Das letztere habe ich am Samstag im Combi-Markt erleben dürfen, weil die Fleischerei und der Wochenmarkt in Achim schon geschlossen hatten.

Wir wollten Wurst einkaufen, zogen brav eine Wartemarke (# 55 von 47, die auf der Anzeigetafel stand). In der Schlange vor uns kauften zwei Kunden Unmenge von Aufschnitt (das heisst in Bremen übrigens Auflage) ein, aber wir warteten (un)geduldig. Plötzlich ging eine von den beiden Servicekräften zum Käsestand direkt daneben hin und bediente eine Dame, die lange nach uns gekommen war.

Ich und eine weitere Kundin protestierten lautstark.

Bedienung: “Wir sollen Käsekunden vorrangig bedienen”
Ich: “Warum das denn ?”
Bedienung: “Weil die Wartemarken nicht für die gelten”
Ich: “Warum das denn ?”
Bedienung: “Das ist so”

Da wurde ich ja schon ein wenig kiebig

Ich “Warum ist das so ?”
Bedienung: “Das ist hier halt so”
Ich: “Ach, das ist so, weil es schon immer so war ?”
Bedienung: “Genau, das war hier schon immer so”
Ich: “Und deshalb muß das auch so bleiben, auch wenn es quatsch ist? Warum kann diese Wartemarke nicht auch für den Käsestand gelten ?”
Bedienung: “Das war noch nie so, der ist nur für den Wurststand”.
Die andere Kundin: “Und warum steht die Anzeigetafel bei # 47 und ich habe # 56 und es nur eine Kundin (das war ich) vor mir ?”
Bedienung: “Ja, es gab halt einige Kunden ohne Nummer, warum sollten wir dann auf die nächste Nummer drücken?”
Ich: “Ach, Kunden ohne Nummer ?”
Bedienung: “Ja, warum nicht ?”

Mein Begleiter versuchte mich zu beruhigen und wir kauften “frisch abgepackten Kram”. Aber am liebsten hätte ich den Marktleiter gerufen und die Situation mit ihm diskutiert. Denn die Servicekraft war dazu augenscheinlich nicht adäquat in der Lage.

Fazit: Dieser Markt wird mich mit Sicherheit nicht wiedersehen

fradthu Die MÜHEN einer Beschwerde... ;-)

sidifferent ... erde .. haben sich zumindest ansatzweise gelohnt

Lidl - Oyten

Wehlacker 2, 28876 Oyten

08-01-2012

Ich gehe hier freiwillig nicht häufig rein, denn ich mag keine Discounter. Weil die Discounter generell die Geiz-ist-Geil-Mentalität in Deutschland befördern und auch in den Produktionsländern die sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen extrem verschlechtern. Leute, die sich hier ständig eindecken, sollten sich schon mal fragen, warum es den Niedriglohnsektor in Deutschland und in den anderen Produktionsländern gibt; denn nur so können die Discounter ihre niedrigen Preise halten, indem sie Löhne und Einkaufskosten niedrig halten.

Aber mein Süßer mag einfach bestimmte bestimmte Produkte (Marmelade, Krabbensalat, non-food-Produkte) mehr als in den ‘normalen’ Supermärkten – in denen die Bedingungen wahrscheinlich auch nicht viel besser sind – und dann nehmen wir auch andere Sachen mit.

Der Laden ist meist sauber und aufgeräumt und ich habe ganz selten verdorbene Lebensmittel entdeckt. Das Personal ist hilfreich und vor allem an der Kasse immer sehr freundlich. Ein veritables Wunder bei den Löhnen, finde ich.

_bonner_ Kenne zwar nicht diese Filiale, aber vom Grunsatz her bin ich voll und ganz Deiner Meinung!

Anteontem